blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

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Montag, 24. Februar 2014

mit der Dampflok unterwegs im Erzgebirge



Eine Geschichte von eisigen Momenten im Gebirge und ...




.... ja, und der Begegnung mit eigenartigen Handlungen besessen erscheinender Menschen. 
Doch zurück an den Anfang am Sonnabendmorgen:





Zu dieser Jahreszeit sind die Einwohner und Gäste dieser Region sehr oft auf Schneeschuhen und mit Pferdeschlitten unterwegs. Das ist nicht verwunderlich, schließlich haben wir noch Winter. Doch wie es im Foto jeder sehen kann, gibt es auch in für gewöhnlich schneesicheren Bereichen des Erzgebirges keinen Schnee. Wir selbst hingegen genossen die trockenen und schneefreien Straßen auf unseren Touren. 
Entlang des Baches 'Schwarzwasser' schlängelt sich die Straße S272 nach Johanngeorgenstadt parallel zur zwischenzeitlich nur noch eingleisigen Eisenbahnstrecke durch das Tal. Herrliches Licht, bester Sonnenschein und weiche Kurven verwöhnten unser Auge.


Doch immer wieder fielen uns Menschen auf, die zwischen den Gleisen und der Fahrbahn stehend,
ebenfalls die Sonne genossen und während dessen auf etwas zu warten schienen.



Nein, dieses Ski-Hasel gehörte nicht dazu, das Foto entstand etwas später.



Auf meine Frage hin, worauf die Leute warten würden, bekam ich zur Antwort, dass ein Sonderzug aus Leipzig erwartet würde. In ca. 5 Minuten könnte es soweit sein. Na gut, sagte ich, diese 5 Minuten haben wir auch noch. Leider vergingen 9 mal 5 Minuten und verschiedene Züge passierten diese Stelle.



Doch dann war es endlich soweit. Vom Bahnhof Erlabrunn her tönte das laute Pfeifen der Lokomotive und wir hörten bereits ein Stampfen und Schnaufen,
zu welchem nur richtige Dampflokomotiven in der Lage sind und dann sahen wir ihn, den weißen Dampf der bergaufwärts fahrenden Dampflok
mit der Nummer 52 8154-8.



Bei diesem Anblick kamen mir sehr viele Erinnerungen aus meiner Kindheit, als zur damaligen Zeit
ausschließlich Dampflokomotiven Personenwagen und Güterwaggons zogen.




In wenigen Augenblicken, nach Sekunden, ich glaube nicht mal 4 Atemzüge getan zu haben, war alles schon wieder vorbei. Die wilde Meute eisenbahnnärrischer Menschen gab die blockierte Fahrbahn für den Verkehr wieder frei und raste mit lautem Reifenquietschen dem Spektakel hinterher, denn einen Höhepunkt galt es noch zu erleben und dafür brauchte es einen besondere Platz, so wie diesen hier, wie auf einer Empore......

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Sie alle erwarteten nach der der Einfahrt auf dem Bahnhof Johanngeorgenstadt noch die Rangierfahrt des Sonderzuges aus Leipzig.


Das ist unser Zufallserlebnis mit dem Winterferien-Sonderfahrt von Leipzig Hbf. nach Johanngeorgenstadt (oder wie sie die Macher der Fahrt auf Facebook nannten die Winterferien Dampf-Sonderfahrt nach Johanngeorgenstadt) gewesen.


Eine kleine Nachbetrachtung möchte ich in den nächsten Tagen noch festhalten.


Kommentare:

Birgit hat gesagt…

Lieber Egbert
Auch ich kann mich noch an die von einer Dampflok gezogenen Züge sehr gut erinnern. Man hörte sie schon von weitem, schließlich haben sie vor jedem Bahnübergang laut "getutet" :-)
Schon als kleines Mädchen hat mich das begeistert. Ich kann mich sogar noch an die Waggons der "Holzklasse" erinnern. Da haftet Ihr ja ein schönes Zu falls Erlebnis.
Übrigens fuhren diese Sonderzüge von Leipzig in den Winterferien an jedem Wochenende und brachten viele Skiläufer in den damals sicheren Wintersportort. Es wurde also eine Jahrzehnte alte Tradition aufgegriffen und Ihr konnte Zeuge sein.
Eine schone Woche Euch beiden
Birgit

ELFI hat gesagt…

beim schulausflug lautete es: nicht mit dem kopf aus dem fenster schauen... kohlenstaub!
auf der brücke, alle diese fotoreporter warten auf den 'star'!
schön!

Irmtraud Kesselring hat gesagt…

Lieber Egbert,
das Warten hat sich doch wirklich gelohnt. Das waren noch Zeiten, als die Dampflok fauchend un zischend
durch die Gegend fuhr - von Rasen kann man ja nicht sprechen.
Einen schönen Restabend wünscht dir
Irmi

Uschi M. hat gesagt…

Eeeegbert, guten Morgen,

ich danke Dir!!!!!!
Das war Kindheit pur, denn unser Haus aus der Kindheit - in dem ich jetzt wieder wohne, stand früher so alleine, dass wir die Bahnhofsuhr sehen konnten und meine Mutter während des Frühstückes sehen konnte, wann es Zeit war, die Fahrt nach Köln anzutreten!!!!
Heute ist es zugebaut ohne Ende, wie das überall so ist!
Als die Grenze geöffnet wurde, bin ich mit meinem damaligen Mann und unserem Sohn im "Rasenden Roland" von Puttbus nach Göhren gefahren und 1997 sind mein Sohn und ich mit der Brockenbahn gefahren...
Hier ist auch ein Oldtimer-Club für alte Schienenfahrzeuge und so bin ich seinerzeit, als mein Sohn noch klein war, mit dem Schienenbus ins Oberbergische gefahren und mitten auf der Strecke hielt der an und der Nikolaus stieg zu, das war ein wunder- wunderschönes Erlebnis und ein anderes Mal sind wir mit der Dampflok auf den Weihnachtsmarkt nach Münster gefahren.....

Du siehst - Du hast viele Erinnerungen geweckt und es sind noch soooo viele mehr!!!

Ich danke Dir und grüße Euch ganz, ganz herzlich

Uschi
So what Hutliebhaberin.Blogspot

balamgo hat gesagt…

Bonitas fotografías!
Abrazos.

N.K. hat gesagt…

Sachsen, Erzgebirge es ist eine Stück Heimat, wir haben 7 Jahre in Freiberg gelebt.

Christa J. hat gesagt…

Mal kein Sonderzug aus Pankow, nein, der aus Leipzig sollte es sein!

Er hat euch ja ein wenig warten lassen, aber es hat sich gelohnt. Ina schaut ganz fröhlich drein, sie fasste sich einfach in Geduld und dann war es ja auch schon da, das spuckende Dampfross.

Ich finde solch alten Loks und Züge einfach wunderschön und habe auch schon die eine und andere Tour mit ihnen gemacht.
Das wird auch mal ein ganz spannendes Erlebnis für eure Lotte sein, wenn sie noch ein wenig älter ist und ihr sie mitnehmen könnt.

Liebe Grüße
Christa