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Dienstag, 3. Oktober 2017

die Wahl des sächsischen Wortes des Jahres 2017



Die Wahl des sächsischen Wortes des Jahres 2017

Das schönste sächsische Wort des Jahres 2017:
"Schmieche"



Das bedrohteste sächsische Wort des Jahres 2017:
"Reformande"



Das beliebteste sächsische Wort des Jahres 2016:
"andadschen"



Hier folgt auch in diesem Jahr für alle Interessierten unter euch die Statistik in einer chronologischen Aufstellung und damit im Überblick über alle bisherigen sächsischen Wörter des jeweiligen Jahres (seit dem Beginn dieser Wahl 2008)  in ihren 3 Rubriken und mit ihrer Bedeutung auf Hochdeutsch. 

Die beliebtesten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2017:
2017 - andadschen - jemand unsichtlich anfassen, etwas "anlangen", ein Ding eine Sache eine Person unerlaubt berühren
2016 - diggschn - Ausdruck der Sachsen für so richtig eingeschnappt oder beleidigt zu sein
2015 - Blaadsch - ungeschickter Menschen
2014 - Gelumpe - herumliegende Dinge, Kram, nutzloses Zeug
2013 - Hitsche - Fußbank, aber auch für altes Auto oder für einen klapprigen Kinderwagen
2012 - didschn - Lebensmittel in z.B. Kaffee eintauchen, einweichen
2011 - katschn - laut kauen oder schmatzend kauen
2010 - Hornzsche - unaufgeräumtes Zimmer, alte Rumpelkammer
2009 - fischelant - pfiffig und erfindungsreich
2008 - nu - genau, ja, das meine ich, Lückenfüller, als Satzbeginn oder Satzende

Die schönsten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2017:
2017 - Schmieche - Zollstock, Gliedermaßstab, Metermaß, Klappmeter
2016 - Bibbus Sammelausdruck der Sachsen für irgend ein Ding, woran man ziehen, drehen oder festhalten kann
2015 - Dämse - besonders große Hitze, starke Schwüle
2014 - Däschdlmäschdl - Ausdruck für eine mehr oder weniger heimliche Liebschaft
2013 - verhohnebibln - jemanden veralbern, an der Nase herumführen
2012 - plumbn - nicht trinken, in sich hinein schütten
2011 - bomforzionös  großartig oder überwältigend, einmalig
2010 - bäbbeln - Fußball spielen nur so zum Spaß
2009 - färdsch - fertig, abgeschlossen, Ziel erreicht
2008 - muddln - Zeit vertreiben, etwas machen, ohne das dabei etwas herauskommt

Die bedrohtesten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2017:
2017 - Reformande - Zurechtweisung, Strafpredigt, Anpfiff, Standpauke, Maßregelung, Anschmauzer
2016 - Mäfdl - Ausdruck für altes, klappriges Gefährt wie es ein Moped, Motorrad oder Auto
2015 - eiforbibbsch - Ausdruck für großes Erstaunen und Verwunderung
2014 - forblembern - Ausdruck für trödeln oder Zeit vergeuden, sein Geld unnütz ausgeben
2013 - schnorbslich - köstlich im Sinn von knackendem Geräusch beim Verzehr von rohem Gemüse und Obst
2012 - Renfdl - der Brotkanten, der Anfang und das Ende eines Brotes
2011 - Haderlump - was so viel bedeutet wie Landstreicher, Taugenichts
2010 - Dschidschoriengrien - besonders markanter, heller Grünton, tut dem Auge schon weh
2009 - Asch - Aufwaschschüssel oder eine größere, ovale Waschschüssel
2008 - lawede - ausgeleiert, etwas marode, aber noch nicht ganz kaputt

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