blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

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Montag, 24. Februar 2014

mit der Dampflok unterwegs im Erzgebirge



Eine Geschichte von eisigen Momenten im Gebirge und ...




.... ja, und der Begegnung mit eigenartigen Handlungen besessen erscheinender Menschen. 
Doch zurück an den Anfang am Sonnabendmorgen:





Zu dieser Jahreszeit sind die Einwohner und Gäste dieser Region sehr oft auf Schneeschuhen und mit Pferdeschlitten unterwegs. Das ist nicht verwunderlich, schließlich haben wir noch Winter. Doch wie es im Foto jeder sehen kann, gibt es auch in für gewöhnlich schneesicheren Bereichen des Erzgebirges keinen Schnee. Wir selbst hingegen genossen die trockenen und schneefreien Straßen auf unseren Touren. 
Entlang des Baches 'Schwarzwasser' schlängelt sich die Straße S272 nach Johanngeorgenstadt parallel zur zwischenzeitlich nur noch eingleisigen Eisenbahnstrecke durch das Tal. Herrliches Licht, bester Sonnenschein und weiche Kurven verwöhnten unser Auge.


Doch immer wieder fielen uns Menschen auf, die zwischen den Gleisen und der Fahrbahn stehend,
ebenfalls die Sonne genossen und während dessen auf etwas zu warten schienen.



Nein, dieses Ski-Hasel gehörte nicht dazu, das Foto entstand etwas später.



Auf meine Frage hin, worauf die Leute warten würden, bekam ich zur Antwort, dass ein Sonderzug aus Leipzig erwartet würde. In ca. 5 Minuten könnte es soweit sein. Na gut, sagte ich, diese 5 Minuten haben wir auch noch. Leider vergingen 9 mal 5 Minuten und verschiedene Züge passierten diese Stelle.



Doch dann war es endlich soweit. Vom Bahnhof Erlabrunn her tönte das laute Pfeifen der Lokomotive und wir hörten bereits ein Stampfen und Schnaufen,
zu welchem nur richtige Dampflokomotiven in der Lage sind und dann sahen wir ihn, den weißen Dampf der bergaufwärts fahrenden Dampflok
mit der Nummer 52 8154-8.



Bei diesem Anblick kamen mir sehr viele Erinnerungen aus meiner Kindheit, als zur damaligen Zeit
ausschließlich Dampflokomotiven Personenwagen und Güterwaggons zogen.




In wenigen Augenblicken, nach Sekunden, ich glaube nicht mal 4 Atemzüge getan zu haben, war alles schon wieder vorbei. Die wilde Meute eisenbahnnärrischer Menschen gab die blockierte Fahrbahn für den Verkehr wieder frei und raste mit lautem Reifenquietschen dem Spektakel hinterher, denn einen Höhepunkt galt es noch zu erleben und dafür brauchte es einen besondere Platz, so wie diesen hier, wie auf einer Empore......

Bildunterschrift hinzufügen

Sie alle erwarteten nach der der Einfahrt auf dem Bahnhof Johanngeorgenstadt noch die Rangierfahrt des Sonderzuges aus Leipzig.


Das ist unser Zufallserlebnis mit dem Winterferien-Sonderfahrt von Leipzig Hbf. nach Johanngeorgenstadt (oder wie sie die Macher der Fahrt auf Facebook nannten die Winterferien Dampf-Sonderfahrt nach Johanngeorgenstadt) gewesen.


Eine kleine Nachbetrachtung möchte ich in den nächsten Tagen noch festhalten.


Donnerstag, 13. Februar 2014

gerne wandern meine Gedanken zurück in die Kindheit

Auch wenn die eigene Kindheit im Vergleich mit der heutigen Zeit nicht so komfortabel ausgestattete gewesen ist, so ist sie alles in allem eine sehr schöne Kindheit gewesen. Sehr oft gehen meine Gedanken auch zu den Besuchen der Oma Hilde, die in Rittersgrün lebte und arbeitete. Sehr oft spielten wir bei und mit ihr ein Brettspiel, das den liebenswerten Namen "Die Ruhebank" trug.  Je öfter ich daran dachte, desto größer wurde der Wunsch, dieses Spiel noch einmal sehen zu dürfen. Zumal das eigene Spiel durch die Umzüge der Oma, dem späteren Auflösen ihres Haushaltes verloren gegangen schien. Auch im Nachlass der eigenen Eltern, der auf dem Dachboden meines Bruders steht, fand sich das Spiel leider nicht an.
Sehnsucht! 


Das Internet bietet sooooo viele Möglichkeiten, doch mitunter erfüllt es dennoch nicht alle Wünsche. Deshalb blieb mein Wunsch über Jahre hinweg unerfüllt. Selbst in Spielzeug- und Brettspielmuseen fand sich kein Hinweis darauf. Bis, ja bis zum Anfang diesen Jahres. Wieder einmal gab ich den Suchbegriff "Brettspiel die Ruhebank" ein und augenblicklich erschien ein Foto des so lange von mir gesuchten Spiels.



Das Versandantiquariat Wolfgang Kohlweyer in Braunschweig bot auf seiner Internetseite genau dieses Spiel an. Leider schockte mich der zu zahlende Preis sehr. Ich mache es kurz. Irgendwann hörte ich auf den Rat meiner Ina und ich bestellte mir das Spiel. Zum Glück kaufte es mir niemand vor meiner (langen) Nase weg. Nun steht das Spiel bei uns daheim. 1957 druckte eine DRESDNER Firma dieses Spiel. Welch eine Ironie, in Dresden gedruckt kehrte es nach über 50 Jahren wieder nach Dresden zurück. Ein kleiner Wehmutstropfen  bewegt mich dennoch. Bereits in der Anzeige wies der Verkäufer darauf hin, das zwei Spielfiguren fehlen, ein solches schwarze und ein grünes Männlein.


Vielleicht hat jemand von euch solche Figuren einzeln oder "in Gruppen" in einem Kästchen in der Ecke liegen. Gerne würde ich zur Komplettierung meines Spiels die Figuren kaufen. Also, wenn jemand von euch helfen kann (oder mir einen Hinweis für den Bezug geben) könnte, wäre ich darüber sehr froh. Es dürfen gerne auch vier Figuren in ganz anderen Farben sein. So, genug geschrieben. Nun nehme ich mir den Würfel aus Holz zur Hand und hoffe darauf, sofort eine 6 zu würfeln und so beginnt ein weiteres Spiel......
:)
 

Sonntag, 2. Juni 2013

Was machten die Menschen damals ohne Handy?


Die Zeit ist so schnelllebig, so interaktiv, so jederzeit erreichbar geworden. Es gibt kaum noch private Momente, stets und überall ist das Handy dabei und der Rhythmus wird von den verschiedenen Klingeltönen aus diesen kleinen Telefoninos bestimmt. Fragt ihr euch auch hin und wieder, wie es ohne Handy gewesen ist? Ich mache das immer wieder einmal und dann beginnt eine Reise in die eigene Kindheit.

Das Telefon in der Hosentasche ist heute schon viel mehr als nur ein Apparat zum Telefonieren. Kalender, Wecker, Timer, Erinnerungsfunktion, Musikbox, Fotoapparat, Videokamera, Wetterbericht, Internet und elektronischer Merkzettel. Früher beschrieb man daheim bei uns einfach einen Zettel mit Bleistift, steckte diesen in die Hosentasche ein und erledigte seinen Einkauf. Als Kinder bekamen wir den Zettel in die Hand gedrückt und etwas Geld in die Tasche. Den Zettel gab ich in der HO über die Ladentheke hinweg der Verkäuferin und erhielt von ihr all die kleinen Dinge in das mitgebrachte Einkaufsnetz gelegt.
Oder am Küchenschrank hing ein Küchenhelfer, wie dieser auf dem Foto. Unterstützte er doch die Hausfrau dabei, nichts zu vergessen, schließlich sind die Wege früher länger gewesen und einen PKW hatte fast niemand vor der Haustür stehen.



Heute können wir im Supermarkt sogar mit dem Handy ins Internet gehen und noch vor Ort einen Preisvergleich anstellen, ob die Ware aus dem Angebot bei einem anderer Händler doch noch preiswerter verkauft wird. Dann setzen sich Leute ins Auto und fahren dahin, auch wenn durch die Fahrkosten der Cent-Vorteil schon wieder aufgefressen wird. Aber das Gefühl soll ja ein unglaublich Gutes sein, ich habe gewonnen, ich bin der Sieger. Denkste!



Sonntag, 3. März 2013

wem der Frühling noch fehlt


Ja, wenn euch der Frühling auch noch fehlt, dann schaut einfach in dieses Video hinein.  Es trägt den nahenden Frühling in sich und es hat auch ein wenig mit unserer so kleinen Lotte zu tun, die wir an diesem Wochenende wieder "besuchen dürfen". Sie ist heute das größte Geburtstagsgeschenk für Ina, die kleine Biene nimmersatt......    (natürlich unsere Biene Lotte)















........ euch einen schönen Sonntag.

Samstag, 23. Februar 2013

der 359. Geburtstag meiner erzgebirgischen Heimatstadt



Am 23. Februar 1654, also heute vor 359 Jahren, erteilte der sächsische König Johann Georg I. in Annaburg den aus Böhmen gekommenen Exulanten 
das Stadtrecht. Zugleich bestimmte Johann Georg, dass die neue Stadt seinen Namen tragen soll, Johanngeorgenstadt.



Denkmal des Kurfürsten Johann Georg I. vor dem (zu WISMUT Zeiten) abgerissenen Rathaus in Johanngeorgenstadt

Das ist die Geburtsstunde meiner Geburtsstadt und meiner Heimatstadt  Johanngeorgenstadt gewesen.


Johanngeorgenstadt erscheint mir heute bei meinen jährlich wiederkehrenden Besuchen als eine zerpflückte, verfallende und traurige Stadt.


Auf über 29,6 Quadratkilometer verteilen sich die verbliebenen 4.823 Einwohner. Als ich 1976 nach dem Abitur mit 18 Jahren zum Studium ging, zählte man noch über 10.800 Einwohner in der Bergstadt.
Johanngeorgenstadt gehörte in der DDR mit seiner Höhenlage von 650 (am Bahnhof im Tal) bis 980 Metern über NN (an der Grenzlandbaude in der Neustadt) zu den schneesicheren Gebieten in der damaligen Republik. Legendär sind die Sonderzüge aus Leipzig gewesen, die sonntags in der Bergstadt ankommend, hunderte Wintersportinteressierte in die Stadt, in die Wälder und auf die Loipen spülten. Diese Eisbahn-Wintersport-Tradition begann bereits im Winter 1910. Genau am 27.11.1910 traf in Johanngeorgenstadt der erste Wintersport-Sonderzug aus Leipzig kommend und über Zwickau fahrend ein. Viele nationale und internationale Winterwettkämpfe sah die florierende Stadt mit ihren vielen Wirkungsstätten des Wintersports in den Jahren. Berühmte und weltberühmte Wintersportler und Trainer kamen und kommen aus Johanngeorgenstadt. Nur ein einziger, ehemaliger Spezialspringer und heutiger Autorennfahrer verleugnet seine Johanngeorgenstädter Herkunft und seine Johann.-städter Wintersport Wurzel. Das haben ihm die Johanngeorgenstädter und seine früheren Trainer bis heute nicht verziehen. So ist es für mich nicht verwunderlich, dass ihm die Anerkennung der Ehrenbürgerschaft der Stadt verwehrt blieb. Als vorerst letzte Ehrenbürger der Stadt trugen die Stadtväter 2006 die Randfichten und 2004 meinen früherer Religionslehrer Heiner Georgi zusammen mit dem verdienten Heimatforscher Christian Teller in das Goldene Buch von Johanngeorgenstadt ein.
Zwischen 2004 und 1933 klafft lt. Wikipedia eine riesengroße Lücke. Ein von der Stadt 1933 einzutragender "Ehrenbürger" trug den Namen Martin Mutschmann. Gauleiter Mutschmann war der einstige NS-Reichsstatthalter in Sachsen, er war Reichsverteidigungskommissar, er war Nationalsozialist und der aus der unmittelbaren Nähe von Hitler und Goebbels stammende Faschist wurde 1946 für seine Untaten in der Zeit der Hitlerdiktatur durch Erschießen hingerichtete. Weshalb dieser einstige Eintrag im Goldenen Buch der Stadt weiter in Wikipedia dargestellt wird, bleibt mir unklar.
Deutschlandweit berichteten die Medien über die direkten Verbindungen einzelner junger Leute zur sogenannten Zwickauer Terrorzelle NSU, 
die wie berühmte Wintersportler aus der Stadt kamen und doch schon lange nicht mehr in Johanngeorgenstadt lebten. Ich finde es von den Medien halbherzig, an dieser Stelle mit der sensationslüsternen Berichterstattung stehengeblieben zu sein.
Vielleicht gelingt es den Stadtvätern bis 2014 zum 360. Jahrestag der Stadtgründung, bei Wikipedia eine Veränderung herbei zu führen.



Rathaus und Stadtverwaltung von Johanngeorgenstadt, da liegt das Goldene Buch und die Urkunde vom Mutschmann
 

Doch zurück zur Stadt der "Randfichten", die als eine ihrer touristischen Attraktionen das Schwibbogenfest im Dezember benennen darf. Für eine große Gruppe von damals jungen Männern bleibt mit den Namen Johanngeorgenstadt deren Erinnerung an die Grundausbildung bei den Grenztruppen der DDR verbunden. Johanngeorgenstadt ist ein Zentrum der Möbelindustrie gewesen, man baute Spritzgußautomaten und verschickte sie in alle Welt. In der MODESTA entstanden Kinderkleidungsstücke, die bei C&A wie bei Neckermann im Katalog zu finden waren. Schumacher und Handschuhmacher des Ortes statteten die Olympiamannschaften aus. Außer dem EISENWERK WITTIGSTHAL hat kein einziger größerer Johanngeorgenstädter Betrieb aus DDR Zeiten die Deutsche Einheit überlebt. Bald ist auch der letzte Zeuge (siehe das folgende Foto) des industriellen Verfalls geschliffen.





die Reste der Möbelfabrik BOX in Johanngeorgenstadt, Foto vom September 2012


Wenn man, wie ich es in der Gegenwart selbst mache, alte Ansichtskarten von 1900 studiert und alte Gemälde mit Stadtansichten von Johanngeorgenstadt betrachtet, dann bekommt man folgendes Bild zuerst zu sehen:


Leider bin ich nicht in der Lage, euch ein Foto mit ähnlicher Perspektive zu zeigen. Rings um die Stadt stehen Laub- und besonders viele Nadelbäume. Sie verdecken die Sicht auf das ehemalige Zentrum des Ortes total. 


Einzelne Häuser vom oben gezeigten Gemälde und die Kirche sind heute noch vorzufinden und dazwischen klaffen mittlerweile riesengroße Lücken. EXTREMSCHRUMPFUNG nennt man diesen Vorgang lakonisch, der ganz Stadtteile verschwinden lässt. Noch ein unschöner und dennoch überall spürbarer Umstand ist, dass Johanngeorgenstadt über kein Stadtzentrum mehr verfügt.

Hier stand früher ein altes WISMUT Gebäude, im dem in meiner Kindheit Möbel verkauft wurden. Die Wohnhäuser dahinter sind auch schon abgerissen, so dass von der ehemaligen Mittelstadt nur noch einzelne Häuser übrig geblieben sind.






Wer weitere Fotos von Johanngeorgenstadt sehen möchte, klicke einfach auf eine der folgenden Beschreibungen:

01. Johanngeorgenstadt: Stadtansichten
02. Johanngeorgenstadt: Steigerdorf und Schwarzenberger Straße
03. Johanngeorgenstadt: Bahnhof
04. Johanngeorgenstadt: Bahnhofsteig
05. Johanngeorgenstadt: weiter auf der Schwarzenberger Straße
06. Johanngeorgenstadt: Sockendorf und Exulantenstraße
07. Johanngeorgenstadt: Karlsbader Straße
08. Johanngeorgenstadt: Untere Gasse
09. Johanngeorgenstadt: Heimberg (auch die Siedlung genannt)
10. Johanngeorgenstadt: Pestalozzi Oberschule
11. Johanngeorgenstadt: BOX oder der VEB Möbelfabrik Johanngeorgenstadt
12. Johanngeorgenstadt: Anton Unger Straße
13. Johanngeorgenstadt: Georgi- und Hohegenisterstraße
14. Johanngeorgenstadt: Mittelstadt (Übersicht)
15. Johanngeorgenstadt: Sprungschanzen




 

Freitag, 9. November 2012

ein Post für Smilla



Auf die Reise fertig los.........

Was für ein treuherziger Blick, dabei ergibt sich sofort die Frage: können diese Augen Lügen?


So sieht er also aus, der neue Gummikopf namens Pittiplatsch aus dem DDR Kinderfernsehen. Lange suchten wir beide auf unterschiedlichen Flohmärkten herum. Jetzt ist er da. Ein wenig von der Zeit mitgenommen kommt Pitti daher. Doch dafür ist er ein Original mit mindestens 20 bis 30 (Lebens)Jahren auf dem Buckel.

Hier über diesen Link ist unser Pittplatsch mit seiner Originalstimme zu hören.  (BITTE HIER ANKLICKEN)   Es handelt sich bei der Aufnahme um keinen Beitrag aus der Reihe Deutschland sucht den Superstar. Das brauchte Pitti nicht, er war von Anfang an bei groß und klein ein Superstart.

Die Hände sind schon etwas löchrig. Wahrscheinlich musste er auch bis zu seiner Rente schwer arbeiten.
Aber dein Interesse ,liebe Smilla, liegt, so glaube ich es noch zu wissen,
etwas höher, ich meine in Kopfhöhe, äh,
ich meine den Gummikopf.
;-)
..... und zum Abschluß noch ein YouTube Video mit dem frechen Pitti in einer Hauptrolle beim täglichen Abendgruß des Sandmännchens.
(BITTE JETZT HIER ANKLICKEN)



 

Donnerstag, 11. Oktober 2012

wann gehört man zum alten Eisen

 
 
  
....wenn man eingerostet ist?
 
 
 

Das ist nun nocheinmal ein Foto aus der letzten Zeitreise in die Kindheit. Wieder einmal wird von der Bergsicherung rund um meine Heimatstadt an den bergbaulichen Abraumhalden, oder dem was davon noch übrig geblieben ist, mit Planierraupen und Baggern gearbeitet. Dabei tauchte unter den roten Erdmassen und den verschiedensten Gesteinsbrocken dieses alte Stück Gartenzaun auf. Bevor der Uran Raubbau begann, stand es wahrscheinlich als Eingrenzung an einer Straße oder einem Weg.
Nun holte man es aus seinem Radon Schlaf zurück an das Licht des Tages. Es erhält die Chance für einen neuen Lebensabschnitt. Vielleicht wachsen an ihn einmal rote Kletterrosen empor und dann vereinen sich zwei Rottöne, der des Rostes und der der Rosen. Also doch kein altes Eisen?
.......


 
 
 
Zum Freitagabend zeige ich nicht nur für Malesawi das ganze, schmiedeeiserne Zaunsfeld, dass wir zum Glück noch vor der Zerstörung retten konnten. Auf die Rosen müssen wir gemeinsam warten.



Wer weitere Fotos von Johanngeorgenstadt sehen möchte, klicke einfach auf eine der folgenden Beschreibungen:

01. Johanngeorgenstadt: Stadtansichten
02. Johanngeorgenstadt: Steigerdorf und Schwarzenberger Straße
03. Johanngeorgenstadt: Bahnhof
04. Johanngeorgenstadt: Bahnhofsteig
05. Johanngeorgenstadt: weiter auf der Schwarzenberger Straße
06. Johanngeorgenstadt: Sockendorf und Exulantenstraße
07. Johanngeorgenstadt: Karlsbader Straße
08. Johanngeorgenstadt: Untere Gasse
09. Johanngeorgenstadt: Heimberg (auch die Siedlung genannt)
10. Johanngeorgenstadt: Pestalozzi Oberschule
11. Johanngeorgenstadt: BOX oder der VEB Möbelfabrik Johanngeorgenstadt
12. Johanngeorgenstadt: Anton Unger Straße
13. Johanngeorgenstadt: Georgi- und Hohegenisterstraße
14. Johanngeorgenstadt: Mittelstadt (Übersicht)

 

Montag, 8. Oktober 2012

Johanngeorgenstadt, die Stadt des Schwibbogens

Vergaß dei Hamit net, weiter auf Spurensuche in der Kindheit - Teil II

Die erzgebirgische Bergstadt Johanngeorgenstadt liegt direkt an der tschechischen Grenze. Gleich hinter dem kleinen Grenzbach Schwarzwasser beginnt Böhmen. Bis zum weltbekannten böhmischen Kurort Karlsbad sind es nur wenige Autokilometer.
Johanngeorgenstadt hingegen bezeichnet man sehr gerne als die Heimat des Schwibbogens. Das älteste bekannte Exemplar wurde 1740 in Johanngeorgenstadt  aus Metall geschaffen. So kann man es beim Johanngeorgenstädter Heimatforscher Frank Teller nachlesen, der sich um die Erforschung dieses Lichterbogens weit über die Grenzen des Landes bekannt machte.

Nun wird die zwischen Fichtelberg und Auersberg gelegene Bergstadt einen Schwibbogen der anderen Dimension erhalten. Gegenwärtig errichten fleißige Hände ein massives Fundament aus Stahlbeton. Auf fast 700 Tonnen Stahlbeton soll der aus 15 Tonnen Edelstahl bestehende und 25 Meter breite sowie ohne Kerzen 12,5 Meter hohe Schwibbogen befestigt werden. Alles läuft unter dem Motto: Johanngeorgenstadt bekommt den weltgrößten Schwibbogen.



Blick von der Lessing Str. in Richtung Eibenstocker Str. und auf die linke Seite
des Platzes des Bergmanns (ehemals Standort des WISMUT Kaufhaus',
später Kaufhaus HO und Restaurant Tourist)


heute noch Armierungsstahl, bald schon 700 Tonnen Stahlboton für das Fundament
Mit diesem 25m mal 12,5m Giganten will der durch seinen Uran-Abbau aus der WISMUT Zeit bekannte Ort den Sprung ins Guiness-Buch der Rekorde schaffen.Niemanden verwundert es, dass sich demnächst die traditionellen bergmännischen Motive unter dem Bogen mit dem Lichterkranz widerspiegeln. Dann gehört solch ein gestalterischer Fehltritt wie im nächsten Foto der Vergangenheit an.


rechts neben der Baustelle und unweit des früheren WISMUT Kaufhauses
und seinem Restaurant TOURIST


So, aber viel, viel größer soll er einmal aussehen, der neue Riesenschwibbogen von Johanngeorgenstadt.


Aufnahme vom 22. März 2008



Das Original steht am (fast) höchsten Punkt von Johanngeorgenstadt an der Grenzlandbaude (wie kann es in Johanngeorgenstadt anders sein, der seit Jahren dem Verfall preisgegebenen, bei den Einheimischen und Touristen früher sehr beliebten Gaststätte Grenzlandbaude) . Bei allen zu dieser Frage gesprochenen Menschen kam der Stolz zum Ausdruck, dass Johanngeorgenstadt dann den größten Schwibbogen der Welt hat.



Vielleicht gelingt es den Johann'städter Stadtvätern, dass der Lichterbogen wie in Gelenau (der Stadt mit dem im Moment noch weltgrößten Schwibbogen) zu einem echten Aushängeschild und zugleich zu einem touristischen Zugpferd wird.
Vielleicht fahren ab Dezember 2012 die monatlich 100.000 Freunde des billigen Alkohols, der billigen Zigaretten, des billigen Mittagessens, des billigen Friseurs, des billigeren Benzins und der billigen Liebe nicht nur entlang der Staatsstrasse 272, dem sogenannten Zigarettenhighway nach Johanngeorgenstadt.


wären das alles Trabant, Wartburg und Co, könnte man an ein Foto zur Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989 glauben....


....... doch es war der 3. Oktober 2012, Tag der Deutschen Einheit, kilometerlange Autoschlange
vor dem tschechischen Grenzübergang in Johanngeorgenstadt


Vielleicht nutzen ab Dezember einige von ihnen auch die Karlsbader- oder die Schwarzenberger Straße zu einer Fahrt hoch in die Mitte der Stadt, zum Platz des Bergmanns und für einen Besuch des hoffentlich neuen Wahrzeichens der Stadt.
Vielleicht kehren sie dann auch in eine der wenigen, verbliebenen Gaststätten ein oder kaufen in den an wenigen Fingern abzählbaren und um die Existenz kämpfenden Mittelständlern doch noch einige Produkte ein.
Vielleicht belebt das wieder etwas mehr  die alte Stadt am Berg, denn von den wenigen Euros aus den Parkautomaten um den Grenzübergang im Wittigsthal herum kann im Vergleich zu den Millionenumsätzen auf den Vietnamesen Märkten im tschechischen Poducki in Johanngeorgenstadt niemand leben.


Mit diesem KLICK geht es zum Teil I der Spurensuche in der Kindheit und der Hamit
Wer weitere Fotos von Johanngeorgenstadt sehen möchte, klicke einfach auf eine der folgenden Beschreibungen:

01. Johanngeorgenstadt: Stadtansichten
02. Johanngeorgenstadt: Steigerdorf und Schwarzenberger Straße
03. Johanngeorgenstadt: Bahnhof
04. Johanngeorgenstadt: Bahnhofsteig
05. Johanngeorgenstadt: weiter auf der Schwarzenberger Straße
06. Johanngeorgenstadt: Sockendorf und Exulantenstraße
07. Johanngeorgenstadt: Karlsbader Straße
08. Johanngeorgenstadt: Untere Gasse
09. Johanngeorgenstadt: Heimberg (auch die Siedlung genannt)
10. Johanngeorgenstadt: Pestalozzi Oberschule
11. Johanngeorgenstadt: BOX oder der VEB Möbelfabrik Johanngeorgenstadt
12. Johanngeorgenstadt: Anton Unger Straße
13. Johanngeorgenstadt: Georgi- und Hohegenisterstraße
14. Johanngeorgenstadt: Mittelstadt (Übersicht)
15. Johanngeorgenstadt: Sprungschanzen im Lehmergrund
16. Johanngeorgenstadt: Gästehäuser des Sports, SV Dynamo
17. Johanngeorgenstadt: die Villa des Hans Otto

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Spurensuche in der eigenen Kindheit

Einmal in Jahr fahren wir zwei zurück an den Ort und in den Ort meiner Kindheit, einer Kleinstadt hoch oben im Erzgebirge - Johanngeorgenstadt.




Wie hat sich doch die Welt verändert. Aus "meiner Stadt" Johanngeorgenstadt mit damals fast 12.000 Einwohnern wurde ein kleines Örtchen mit ca. 4.500 verbliebenen Menschen. In der Zeit zwischen 1871 und 1890 verfügte Johanngeorgenstadt schon einmal über diese Einwohnerzahl. Von der in den 80'er Jahren noch vorhandenen und exportorientierten Industrie des Ortes gibt es nichts mehr. Die Stadt stirbt nach und nach aus. Die jungen und arbeitsfähigen Leute reisen der Arbeit hinterher. Das hatte zur Folge, das hunderte Häuser leer standen und verfallende Schulen, Kultureinrichtungen und Industriegebäude das Stadtbild prägten. Wenn ich heute Plätze der Kindheit aufsuchen möchte, finde ich nur noch zugewachsene Wege und leere Straßenzüge vor. Bei jedem Besuch entdecke ich neue Lücken und ärgere mich gleichzeitig über mich, weil ich solche Orte und Plätze nicht im Foto festhielt. Gestern entstanden über 500 Fotos. In einem Jahr möchte ich wiederkehren und mal sehen, was bis dahin wieder und für immer aus dem Stadtbild entfernt wurde.








Mit diesem KLICK geht es zum Teil II der Spurensuche in der Kindheit und der Hamit

Wer weitere Fotos von Johanngeorgenstadt sehen möchte, klicke einfach auf eine der folgenden Beschreibungen:

01. Johanngeorgenstadt: Stadtansichten
02. Johanngeorgenstadt: Steigerdorf und Schwarzenberger Straße
03. Johanngeorgenstadt: Bahnhof
04. Johanngeorgenstadt: Bahnhofsteig
05. Johanngeorgenstadt: weiter auf der Schwarzenberger Straße
06. Johanngeorgenstadt: Sockendorf und Exulantenstraße
07. Johanngeorgenstadt: Karlsbader Straße
08. Johanngeorgenstadt: Untere Gasse
09. Johanngeorgenstadt: Heimberg (auch die Siedlung genannt)
10. Johanngeorgenstadt: Pestalozzi Oberschule
11. Johanngeorgenstadt: BOX oder der VEB Möbelfabrik Johanngeorgenstadt
12. Johanngeorgenstadt: Anton Unger Straße
13. Johanngeorgenstadt: Georgi- und Hohegenisterstraße
14. Johanngeorgenstadt: Mittelstadt (Übersicht)
15. Johanngeorgenstadt: die Villa des Hans Otto


Montag, 23. Juli 2012

Urlaub und Ferien, schöne Kindheitserinnerungen

Mit dem Beginn der Ferien- und Urlaubszeit passiert es hin und wieder, dass man sich selbst daran erinnert, wie es in der eigenen Kinderzeit gewesen ist. 8 lange Wochen Sommerferien - gibt es dabei eine Steigerungsform von einfach nur SCHÖN? Die gibt es nicht, zumindest nicht in meiner Vorstellungswelt.
Da gehörte der Besuch von Oma und Opa einfach mit zum Sommerprogramm. Gemeinsam angeln, lesen, einkaufen und in den Wald ziehen, das war noch was. Daran erinnern mich die beiden Ausruhenden auf der Holzbank. Wo sie wohl heute noch hin wollen?



Der alte Jägerrucksack verrät mit dem angeschnallten Aluminiumbecher den Grund des Waldbesuches. Man geht die blau-süßen Heidelbeeren pflücken.



Vielleicht geschah das an einem Freitag und die Blaubeeren gelangten einen Tag später am Samstag für die Besucher und die Gäste auf die gedeckte Tafel. Ein Blaubeerkuchen gehörte unbedingt dazu. Selbstverständlich mit ganz dicken, goldgelben Streuseln, die im Meer der Heidelbeeren versanken und ganz viel weißen Kristallzucker oben drüber, für die fruchtige Süße des Waldes und am Ende noch einen großen Klecks Schlagsahne obenauf, mhm.
Kindheit, welch schöne Erinnerung .....