blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

Sonntag, 7. April 2013

heute lachten wir den Winter aus

 
 
Heute morgen stellten wir beim Erwachen fest, dass die Meteorologen nicht logen. Der Himmel zeigte große Löcher und die dahinter sichtbar werdende Farbe deuteten wir als Himmelblau. Ergo, die Sonne kommt heut doch vorbei. Nach unserem Sonntagsfrühstück stiegen wir in die Familienkutsche und fuhren hinaus auf's Land. Außerhalb der Stadt beherrschten ausgedehnte weiße Flächen die Farbpalette in großer Monotonie. Wie schaut es wohl bei uns da draußen aus? Ja, das sind unsere Gedanken gewesen. Doch die Schneeflächen waren unterzahlig und wir legten beim Spaziergang über die Wiese fest, dass war es nun mit dem Winter 2013. Und tschüß.....
 
Damit er sich auch wirklich schleicht, erhielt er von uns einen angemessenen Abschied serviert, einen großen EISBECHER mit 4 mächtigen Eiskugeln aus "seiner eigenen Produktion" für diese "besonders gelungene Saison". Etwas bunter Zierrat aus dem Kräutergarten verfeinerte die Offerte.
 



Aber er konnte sich absolut nicht für diese Leibspeise gewinnen lassen. So versuchten wir es mit einer anderen Geschmacksrichtung,  Eis aus wildem Majoran und auch dem.....


 
 
 
Eis aus Ananas-Basilikum gewann er nichts ab und so schmolzen die restlichen Schneeflächen in der Tagessonne nur so dahin.
 
 
 
Den Vögeln und Bienen stellten wir ihre Tränke gleich wieder in der "Wiese" auf. Da der Brunnen noch nicht an die Pumpe angeschlossen werden konnte, behalfen wir uns mit leuchtenden Resten des vorrätigen Schnees. Morgen können die Bienen und die gefiederten Freunde wieder Trinken und Baden. Viel Spaß euch allen.....
 
 
 
 
 
 


Samstag, 6. April 2013

heute ist Theaterpremiere in Görlitz, am 06.04.2013 - Tod eines Bankers

 
HUMOR ist, wenn man trotzdem lacht. Beim Spaziergang durch Görlítz drängte sich mir das folgende Motiv einfach nur auf. Ob der Sparda Bank in Görlitz die Nachbarschaft zu diesem Plakat des Gerhard Hauptmann Theaters lieb sein kann, weiß ich nicht. Doch der dahinter steckende schwarze Humor sprach mich an. So sage ich nun, Vorhang auf für die Uraufführung der Fabian Scheidler Oper Tod eines Bankers.
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Freitag, 5. April 2013

der Frühling 2013 kommt doch noch

 
Zunächst lässt er sich auf dem Papier blicken,
dann lässt er sich durch die Wetterdienste ankündigen und
ab dem Sonntag soll er oder will er mit steigenden Temperaturen das Tor aufstoßen....
 
 
 
 
Ob wir das schon glauben dürfen? Wer weiß, wer weiß......
 
 
 
 
 
 


Donnerstag, 4. April 2013

Winter adé, scheiden tut nicht weh!

 
 
So du kalter Gesell, jetzt geh und gib endlich Ruh.
 
 


1.
Winter ade!
Scheiden tut weh!
Aber dein Scheiden macht,
dass mir das Herze lacht.

Winter ade!
Scheiden tut weh!

2.
Winter ade!
Scheiden tut weh!
Gerne vergess' ich dein,
kannst immer ferne sein.

Winter ade!
Scheiden tut weh!

3.
Winter ade!
Scheiden tut weh!
Gehst du nicht bald nach Haus,
lacht dich der Kuckuck aus.

Winter ade!
Scheiden tut weh!


(altes Kinderlied, welches wir zur Freude von Lotte in diesen Tagen sehr gerne singen)

Mittwoch, 3. April 2013

noch immer ist es nicht ganz ausgestanden....

also weiterhin winterliche Vorsicht, oder wie man im Schwarzwald schreibt:
  


und hier die Dresdner Variante von: sieh dich....


 für!

Morgen gibt es noch einmal einen weißen Teppich. Na und, ist bestimmt der Letzte seiner Art.


Dienstag, 2. April 2013

schwarz-weiß und das Ende der Farblosigkeit

 
 

Farblosigkeit im Gegenlicht...




Nach all den Wochen der Farblosigkeit in Natur und Fauna
bleibt das Warten auf Licht, auf Farbe und auf Duft,
es bedeutet, den Frühling zu erwarten.
Das Frühlingserwarten...

 
 
 
 


Montag, 1. April 2013

April, April - der 1. April

 
Ja, auch solches Wetter gab es schon zu den Osterfeiertagen.
Doch das ist sehr, sehr lange her, märchenhaft lange,
wirklich....
 
und das ist kein Aprilscherz.
 
 
 
 
 
 

Der erste April

Hoffman von Fallersleben, 1843

Wie wir als Knaben uns doch neckten!
Wie wir voll Schelmenstücke steckten!
Ich mach´s noch heute nicht bekannt,
wonach ich einstmals ward gesandt,
ich schweige still,
sonst hört' ich heute noch: April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Nach ungebrannter Asche gingen,
Nach Mückenfett und selteneren Dingen
wir ernsthaft in des Krämers Haus,
Der warf uns dann zur Tür hinaus.
Schwieg still, schweig still!
Sonst ruft man heute noch: April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Wie wir´s gemacht als kleine Kinder,
so macht´s ein König auch nicht minder:
Er schickt sein Volk nach Freiheit aus,
es kehret wiederum nach Haus
ganz still, ganz still.
Die Nachbarn rufen laut: April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.
 
 
 
 


Sonntag, 31. März 2013

Woher kommen die Ostereier wirklich?

 
Es steht zwar nicht schwarz auf weiß geschrieben,
doch es geht auch schwarz auf  gelb.
 
Ostereistedt 
 
im Sommer 2011 fotografiert und dabei dachte ich schon an Ostern
 


 .... und woher kommt nur immer dieses Osterwetter?

Ostern 2008
Ostern 2008 in Schlema


Ostern 2009
Ostern 2009 in Dresden


Ostern 2010
Ostern 2010 in Cosel


Ostern 2011
Ostern 2011 in Oybin


Ostern 2012
Ostern 2012 in Bautzen


Ostern 2013
Ostern 2013 in Görlitz


Ostergedicht

Die Sonne geht im Osten auf
von Christian Morgenstern

Die Sonne geht im Osten auf,
der Osterhas` beginnt den Lauf.
Um seinen Korb voll Eier sitzen
drei Häslein, die die Ohren spitzen.
Der Osterhas` bringt just ein Ei -
da fliegt ein Schmetterling herbei.
Dahinter strahlt das blaue Meer
mit Sandstrand vorne und umher.
Der Osterhas` ist eben fertig -
das Kurtchen auch schon gegenwärtig!
Nesthäkchen findet - eins, zwei, drei,
ein rot` , ein blau` , ein lila Ei.
Ein Ei in jedem Blumenkelche!
Seht, seht, selbst hier,
selbst dort sind welche!
Ermüdet leicht im Morgenschein
schlief Kurtchen auf der Wiese ein.
Die Glocken läuten bim, bam, baum
und Kurtchen lächelt zart im Traum.
Di di didl dum dei,
wir tanzen mit unsern Hasen
umgefasst, zwei und zwei,
auf schönem, grünen Rasen.





Auf einem Video von Ulrike ist das Osterreiten 2013 durch die "sorbische Hauptstadt" Bautzen zu erleben. Ein Ansehen lohnt sich zu 100%. Die Reiter sitzen den ganzen Tag auf ihren Pferden und ziehen von einer Ortschaft in die nächste. Dabei sind sie Wind und Wetter ausgesetzt, egal ob es schneit, ob es regnet oder ob es stürmt. Eisern gehen sie ihren Weg. Viel Hilfe gegen die Wetterkapriolen gibt es nicht. Weder der Frack noch der Zylinder halten die Kälte und das Wasser ab. An solchen Tagen wie diesen tragen die Männer bis zu sieben Schichten Kleidung unter ihrer Festtracht.


Samstag, 30. März 2013

DER OSTERSONNTAG IN DER OBERLAUSITZ


Die Osterreiter ziehen bei uns am Ostersonntag durch das Lausitzer und das Sorbische Land und verkünden die Botschaft am höchsten Tag der Kirche.
 
 
 

Osterreiter im Kloster Ostritz 2008


Osterreiter Prozession vom Kloster Ostritz kommend, 2008


Ostern 2008 im Kloster St. Marienthal, Ostritz

..... und so wie diese beiden Gäste kommen auch morgen am Ostersonntag wieder hunderte Besucher aus ganz Deutschland nach Ostritz ins Kloster St. Marienthal, um die Prozession zu verfolgen und den Gottesdienst im Hof des Klosters zu erleben.


Auf einem Video von Ulrike ist das Osterreiten 2013 durch die "sorbische Hauptstadt" Bautzen zu erleben. Ein Ansehen lohnt sich zu 100%. Die Reiter sitzen den ganzen Tag auf ihren Pferden und ziehen von einem Ort in den anderen. Dabei sind sie Wind und Wetter ausgesetzt, egal ob es schneit, ob es regnet oder ob es stürmt. Eisern gehen sie ihren Weg. Viel Hilfe gegen die Wetterkapriolen gibt es nicht. Weder der Frack noch der Zylinder halten die Kälte und das Wasser ab. An solchen Tagen wie diesen tragen die Männer bis zu sieben Schichten Kleidung unter ihrer Festtracht. Aber nun viel Spaß mit dem Video von Ulrike:
 

Frühlingslächeln

 
 Während es in großen Teilen Deutschland noch immer weiß ist,
während in einigen Regionen noch immer Schneeflocken vom Himmel fallen,
haben nicht alle das Lächeln verlernt.


Fotowunsch:
BITTE RECHT FREUNDLICH! 
 
 
 
 
 Allen Besuchern und Gästen wünsche wir, Ina & egbert,
FROHE OSTERN.
 
 
 
 
 


Donnerstag, 28. März 2013

bunte Ostereier, es geht auch so

 
Zugegeben, die Ostereier selbst künstlerisch zu gestalten, ist nicht so kinderleicht, wie ich es einmal schrieb. Es sich anzusehen und die Techniken mit Worten zu erläutern geht viel einfacher, als selbst einigermaßen passabel Ostereier zu fabrizieren. Doch es gibt auch noch andere Wege, ein buntes Osterfest zu erleben.
Wie wäre es mit buntem Geschirr zum weißen Ei?
 
Hier lässt der Osterhase grüßen......
 



Osterbotschaften können auch anders sein: Jippie, Oster, Freude

 
 
 
Der Pinsel lässt sich gut mit einem Stempel oder durch einen Folienstift ersetzen....
 



Ich wünsche euch allen einen schönen Karfreitag.


 
 
 
 


Mittwoch, 27. März 2013

Bautzner Eierschieben und welche Osterbräuche habt ihr

Robert aus Athen schrieb mir, dass bei ihnen in Griechenland das Eierstoßen zu den Osterbräuchen gehört. Zwei Leute stoßen die Ostereier aneinander. Wessen Ei nicht beschädigt wird, der hat gewonnen.
Was passiert in euren Regionen und Ländern während der Osterfeiertage? Was passiert bei euch daheim, außer Ostereier an die Zweige der Sträucher im Garten zu hängen?
Wohin zu Ostern? Diese Frage stellt sich bei uns beiden in diesem Jahr nicht? Natürlich geht es dahin, wohin uns die eigene Seele treibt und das ist unsere Lotte.
Habt ihr schon einmal etwas von der Tradition des Bautzener Eierschiebens gehört? Sollte das Thema noch ein kleiner weißer Fleck auf eurer Landkarte Osterfest sein, dann habe ich hier eine kleine Geschichte für euch.

 

 
 
Dieses Fest zieht jedes Jahr immer wieder tausende Besucher an, stellt es doch einen Höhepunkt im österlichen Treiben dar. Es bietet für alle Sinne Erfüllung, es bietet kulinarische und regionale Besonderheiten und es stellt das EI in die Mitte des Tuns.

Auszug aus einem Zeitungsartikel von 2008:
"Das Bautzener Eierschieben wird 1861 erstmals in der Bautzener Presse erwähnt, erste Zeugnisse vom „Eierrollen“, einem sorbischen Brauch, auf dem heutigen Protschenberg stammen aus dem Jahr 1550. Im Jahr 1940 verboten, wurde der Brauch 1958 neu belebt, allerdings rollten statt Eier und Semmeln jetzt bunte Stoffbälle den Hang hinunter. 1963 folgte ein erneutes Verbot durch die DDR-Behörden, die in dem Spiel eine Demütigung der einfachen Menschen sahen. 2001 lebte die Tradition wieder auf.

Die Figur des Eierjokel geht auf Andreas Zieschang zurück, der 1829 bis 1907 lebte. Als Händler kaufte er in den sorbischen Dörfern Kartoffeln, Geflügel und Eier und vertrieb diese fünf Jahrzehnte lang an die Stadtbewohner. Durch sein Auftreten und seine Eigenarten wurde er später zum Bautzener Original. Seit Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts ist seine Figur mit dem Eierschieben verbunden."


Dienstag, 26. März 2013

den Profis über die Schulter geschaut

 
 
Natürlich werde ich noch einen zweiten Versuch starten, was sage ich, ich muss es einfach ein weiteres Mal versuchen. Obwohl mir das sorbische Ostergen nicht in die Wiege gelegt wurde, empfinde ich doch viel Freude an diesem Schaffen.

Die sorbischen Frauen und Männer benutzen Werkzeuge, die meinen Werkzeugen von gestern  nicht unähnlich sehen. 
 
 
 
Ich besitze nur einen gebogenen Löffel für das Wachs, wenn nicht noch einige hinzu kommen. Es kommen weitere hinzu,
bestimmt finde ich auf dem Trödelmarkt passende Exemplare.
 
 
 
Dann sieht es so aus......
 
 

.... oder so, denn eine einfache,halbe Kartoffel reicht aus, um den Löffel stabil auf der Tischplatte zu halten.




Nun suche ich mir noch einige Mustervarianten von dieser Schale aus, die ich anschließend probieren möchte. Damit kann ich so lange üben,
bis wir mit Charlotte in ein paar Jahren gemeinsam am Tisch sitzend, die ersten Lotte Ostereier bemalen werden.



 
 


Montag, 25. März 2013

Versuch macht "kluch", oder auch nicht...

Nach meinem ersten, eigenen Versuch mit der Wachstechnik überlege ich mir, wie ich ein besseres Ergebnis erzielen könnte. Zunächst schaue ich noch einmal einer Sorbin auf die Finger. Vielleicht lege ich mir auch solche langen, bunten Fingernägel zu. Ob mir das hilft?



Wenn es nicht hilft, belege ich einen Töpferkurs und lerne solche flachen Eier zu bemalen und zu brennen.



... und wenn mich die Muse so gar nicht mehr küssen will, dann stelle ich uns daheim...

Muse Ina küßt den mit sich hadernden Egbert

... einen Korb gefüllt mit Eierschalen hin. Denn diese sehen auch als Osterschmuck absolut dekorativ aus. Findet das jemand von euch auch?

Ostern 2010, Erlichthof in Rietschen


Teil III, wir benötigen einen Plan

 
Wie soll es jetzt bei mir mit der Ostereiergestaltung losgehen? Mit welcher Technik möchte ich meinen ersten Versuch gestalten? Was liegt mir? Was kann ich? Was mag ich?
 
Also machte ich mir einen Plan......
 

 
 
Zunächst bereitete ich mir meine Werkzeuge vor. In dünne Stöckchen aus Fliederholz drückte ich Stecknadeln mit Metallkopf und unterschiedlich dicken Plastkopf hinein. Aus der Hühnerfeder schnitt ich eine mir geeignet erscheinende Form aus und schon sollte es losgehen.
 
mein eigenes Werkzeug


Doch etwas fehlte noch, mein flüssiges Wachs. Zuvor entschloß ich mich nämlich für die Bossiertechnik. Das bedeutet, auf die Oberfläche des ausgeblasenen Eis wird mittels verschiedener Werkzeuge flüssiges, farbiges Wachs aufgetragen. Macht man das oft genug, entsteht ein Muster,
äh -  kann ein Muster entstehen,
äh - sollte ein Muster entstehen.
 
Da ich das noch nie gemacht habe, begann ich an einfachen Eierschalen zu üben. Davon haben wir reichlich liegen, weil wir diese für den Garten benötigen. Außerdem waren mir die ausgeblasenen Eier für notwendige Übungsklekse einfach zu schade.
 
Schnell stellte sich heraus, dass mir die Arbeit mit den unterschiedlich großen Stecknadelköpfen am ehesten lag. Mit der Feder gelang es mir nicht, flüssiges Wachs gleichmäßig aufzutragen, geschweige denn ein optisch ansprechendes Muster entstehen zu lassen. Einige Versuche gingen so richtig daneben, andere weniger und langsam bekam ich Spaß an der Gestaltung.....


das war keine Kindergartengruppe, das bin ich selbst gewesen :-)

 
Unter dem Löffel mit den Spänen eines grünen Wachsstiftes steht sonst ein Teelicht, das das Gemisch aus Wachsstift und etwas Bienenwachs verflüssigt.
 


 
 
 
So sieht er nun aus, der Versuch meines ersten Ostereis, hergestellt mit traditionell sorbischer Technik. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt. Es sind noch sehr, sehr viele Übungseinheiten notwendig, damit mein Ergebnis irgendwann einmal einem sorbischen Ei ein ganz klein wenig ähnlicher sieht.
 
Was war zuerst da, das Ei oder das Muster?