blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

Freitag, 3. Oktober 2014

und wieder einmal ist 3. Oktober und die Wahl des sächsischen Wortes des Jahres 2014


Leider kommme ich erst nach dem Wochenende dazu, darüber zu berichten.
Hier nur die Wahlergebnisse der 7. Wahl des sächsischen Wortes des Jahres:


Das schönste sächsische Wort des Jahres 2014:
"Däschdlmäschdl"
Ausdruck für eine mehr oder weniger heimliche Liebschaft






Das bedrohteste sächsische Wort des Jahres 2014:
"forblembern"
Ausdruck für trödeln oder Zeit vergeuden, sein Geld unnütz ausgeben



Das beliebteste sächsische Wort des Jahres 2014:
"Gelumbe"
Ausdruck für unnötige, herumliegende Dinge, Kram, nutzloses Zeug





Gerne gebe ich den Statistik Interessieten unter euch eine chronologische Aufstellung und damit einen Überblick über alle bisherigen sächsischen Wörter des Jahres (seit dem Beginn dieser Wahl 2008)  in ihren jeweiligen Rubriken und ihre Bedeutung in Hochdeutsch, falls es zu schwer werden sollte.

Die beliebtesten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2014:
2014 - Gelumbe - herumliegende Dinge, Kram, nutzloses Zeug
2013 - Hitsche - Fußbank, aber auch für altes Auto oder für einen klapprigen Kinderwagen
2012 - didschn - Lebensmittel in z.B. Kaffee eintauchen, einweichen
2011 - katschn - laut kauen oder schmatzend kauen
2010 - Hornzsche - unaufgeräumtes Zimmer, alte Rumpelkammer
2009 - fischelant - pfiffig und erfindungsreich
2008 - nu - genau, ja, das meine ich, Lückenfüller, als Satzbeginn oder Satzende

Die schönsten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2014:
2014 - DäschdlmäschdlAusdruck für eine mehr oder weniger heimliche Liebschaft
2013 - verhohnebibln - jemanden veralbern, an der Nase herumführen
2012 - plumbn - nicht trinken, in sich hinein schütten
2011 - bomforzionös  großartig oder überwältigend, einmalig
2010 - bäbbeln - Fußball spielen nur so zum Spaß
2009 - färdsch - fertig, abgeschlossen, Ziel erreicht
2008 - muddln - Zeit vertreiben, etwas machen, ohne das dabei etwas herauskommt

Die bedrohtesten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2014:
2014 - forblembernAusdruck für trödeln oder Zeit vergeuden, sein Geld unnütz ausgeben
2013 - schnorbslich - köstlich im Sinn von knackendem Geräusch beim Verzehr von rohem Gemüse und Obst
2012 - Renfdl - der Brotkanten, der Anfang und das Ende eines Brotes
2011 - Haderlump - was so viel bedeutet wie Landstreicher, Taugenichts
2010 - Dschidschoriengrien - besonders markanter, heller Grünton, tut dem Auge schon weh
2009 - Asch - Aufwaschschüssel oder eine größere, ovale Waschschüssel
2008 - lawede - ausgeleiert, etwas marode, aber noch nicht ganz kaputt

Kommentare:

Christa R. hat gesagt…

Viele Wörter die hier auch so sind oder die icke von Berlin kenne.
Liebe Grüße Christa

Uschi M. hat gesagt…

Geniaaaal Herr Grasgeflüster!
Einfach großartisch sacht dä Rheinländer!

Mach et jut un noch'n schönen Sonntach

Uschi
so what hutliebhaberin

moni hat gesagt…

Das ist ja wirklich eine eigene Sprache, lieber Egbert!
Wie gut, dass Du meine mageren Kenntnisse etwas ergänzt, Danke ♥
Liebe Grüße
moni

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ELFI hat gesagt…

im österreichischen dialekt...klumpert,plempern... auch für däschdlsäschdl haben wir was..
muss einmal nachdenken...:)))

Lemmie hat gesagt…

Hallo Egbert!
Vom Klang her sind die Worte unserem Dialekt ähnlich:
Däschdlmäschdl - Techtelmechtel
forblembern - verplempern
Gelumbe - Glumpat
Lieben Gruß
Lemmie

zabor hat gesagt…

Hey, lange nix mehr von Dir.gesehen und gelesen.
Alles in Ordnung?
Hoffentlich auf bald

beate grigutsch hat gesagt…

hallo "nachbar"! :-)
schönen blog hast du da!

Wienermädel + Co hat gesagt…

Hallo Egbert! Ich hoffe, die Blogpause hat keine ernst zu nehmenden Gründe, auf jeden Fall hinterlasse ich herzliche Weihnachtsgrüsse aus Wien