blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

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Montag, 5. Oktober 2015

die Wahl des sächsischen Wortes des Jahres 2015

Die Wahl des sächsischen Wortes des Jahres 2015
Das schönste sächsische Wort des Jahres 2015:
"Dämse"
(Ausdruck der Sachsen für besonders große Hitze und bei starker Schwüle.)
Das bedrohteste sächsische Wort des Jahres 2015:
"eiforbibbsch"
(Ursächsischer Ausdruck für das Erstaunen und der Verwunderung.)
Das beliebteste sächsische Wort des Jahres 2014:
"Blaadsch"
(Ausdruck der Sachsen für einen ungeschickten Menschen)





Auch in diesem Jahr gebe ich gerne den Statistik Interessierten unter euch eine chronologische Aufstellung und damit einen Überblick über alle bisherigen sächsischen Wörter des Jahres (seit dem Beginn dieser Wahl 2008)  in ihren jeweiligen Rubriken und ihre Bedeutung in Hochdeutsch, falls es zu schwer werden sollte.

Die beliebtesten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2015:
2016 -
2015 - Blaadsch - ungeschickter Menschen
2014 - Gelumbe - herumliegende Dinge, Kram, nutzloses Zeug
2013 - Hitsche - Fußbank, aber auch für altes Auto oder für einen klapprigen Kinderwagen
2012 - didschn - Lebensmittel in z.B. Kaffee eintauchen, einweichen
2011 - katschn - laut kauen oder schmatzend kauen
2010 - Hornzsche - unaufgeräumtes Zimmer, alte Rumpelkammer
2009 - fischelant - pfiffig und erfindungsreich
2008 - nu - genau, ja, das meine ich, Lückenfüller, als Satzbeginn oder Satzende

Die schönsten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2015:
2016 -
2015 - Dämse - besonders große Hitze, starke Schwüle
2014 - DäschdlmäschdlAusdruck für eine mehr oder weniger heimliche Liebschaft
2013 - verhohnebibln - jemanden veralbern, an der Nase herumführen
2012 - plumbn - nicht trinken, in sich hinein schütten
2011 - bomforzionös  großartig oder überwältigend, einmalig
2010 - bäbbeln - Fußball spielen nur so zum Spaß
2009 - färdsch - fertig, abgeschlossen, Ziel erreicht
2008 - muddln - Zeit vertreiben, etwas machen, ohne das dabei etwas herauskommt

Die bedrohtesten sächsischen Wörter der Jahre 2008 - 2015:
2016 -
2015 - eiforbibbsch - Ausdruck für großes Erstaunen und Verwunderung
2014 - forblembernAusdruck für trödeln oder Zeit vergeuden, sein Geld unnütz ausgeben
2013 - schnorbslich - köstlich im Sinn von knackendem Geräusch beim Verzehr von rohem Gemüse und Obst
2012 - Renfdl - der Brotkanten, der Anfang und das Ende eines Brotes
2011 - Haderlump - was so viel bedeutet wie Landstreicher, Taugenichts
2010 - Dschidschoriengrien - besonders markanter, heller Grünton, tut dem Auge schon weh
2009 - Asch - Aufwaschschüssel oder eine größere, ovale Waschschüssel
2008 - lawede - ausgeleiert, etwas marode, aber noch nicht ganz kaputt



Kommentare:

Uschi M. hat gesagt…

Heeeeerr Grasgeflüster,

wie schön!!!
Eiforbibbsch, is dat schön, von Dir zu hören!!!

Janz härzlische Jrüße aus dem Rheinland

Uschi
so waht hutliebhaberin

Michael Höhne hat gesagt…

Ohh, da habe ich es wohl falsch gechrieben. eiforbibbsch heessts.

balamgo hat gesagt…

"La originalidad es la vuelta a los orígenes."
Un placer el reencuentro.
Un abrazo.