blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

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Dienstag, 11. März 2014

wieder eine namenlose Flaschenpost an der Elbe gefunden


Was wünscht ihr euch, wenn ihr am Meeresstrand entlang oder am Ufer eines Flusses spazieren geht? Am Meeresstrand sucht mein Blick nach Hühnergöttern und nach Bernstein. Wenn ich hingegen bei Dresden entlang der Elbe spaziere, dann versuche ich, in am Ufer liegenden Flaschen, gefaltete Zettel zu entdecken.



Wieder einmal gelang mir das am Donnerstag der letzte Woche und an diesem Platz (siehe Foto) am linken Elbufer unterhalb der Marienbrücke von Dresden.
Was eine namenlose Flaschenpost trotzdem über ihren Absender mitteilen kann.



Im Gras lag eine nicht sehr große, viereckige Glasflasche mit einem goldenen Schraubverschluss. Was unterschied sie von all den anderen Flaschen am Ufer? Bei den anderen Flaschen befand sich Wasser und Luft im Innern, doch nie ein Zettel, der auf eine Nachricht hindeuten würde. In dieser Flasche sah ich ebenfalls keinen Zettel, doch der Inhalt wirkte auf mich etwas ungewöhnlich oder außergewöhnlich. Die enge Mischung aus herbstlichen Blättern, Farnen und Moos gelangten meiner Meinung nicht zufällig in die Flasche hinein. Der romantischen Stimmung dieses Arrangement konnte ich mich nicht entziehen und aus diesem Grunde hob ich die Flasche einfach auf.



Ein trockener Baumstamm in der Nähe der Fundstelle diente mir als sonnige Bank und zugleich als Untergrund für die folgenden Fotos. Nicht sofort, sondern erst auf dem "zweiten Blick", sah ich die Schriftzeichen auf dem Etikett der Flasche.....



B.   N. 
18.10.2013
 

Wer ist B. und wer ist N.? Was führte am 18.10.2013 zu dieser romantischen Flaschenpost. Die zwischenzeitlich von mir in der Flasche entdeckten, anderen Dinge wollte ich mir noch vor Ort ansehen. Es gelang mir aber nicht, denn die Flasche ist viel zu fest verschlossen gewesen. Auch das Wasser im Innern der Flasche ließ mich nichts Gutes ahnen. Viel Wasser ist ja nicht zu sehen gewesen, vielleicht Kondenswasser, aber immerhin. Also fuhr ich später mit der Flaschenpost im Gepäck heim, um mit einer Rohrzange den Schraubverschluss zu lösen, denn vor Ort die Flasche zu zerstören, mochte ich so gar nicht ......

Flaschenpost in Dresden am 06.03.2014 nahe der Marienbrücke links seits der Elbe gefunden
Diese herbstliche Mischung aus Farnblatt, Goldrute, Distel, Ahorn- und anderen Blättern bildeten einen kleinen Strauß, der am Fuße mit dem Stanniolpapier aus einer Zigarettenschachtel eingewickelt war und in einem gefalteten Kronkorken gleich einer Vase steckte. Das untere Rändel des Flaschenpostverschlusses diente zugleich als eine goldene Schärpe. Alles lag auf Moos gebettet.
Wie viel Mühe steckte allein bei diesem kleinen Herbststrauß dahinter.

Ein kleines Stück Pappe von einer Zigarettenschachtel und zwei beschriebene Blätter von einem Strauch eröffneten den Reigen der schriftlichen Informationen. Wie bereits auf dem Flaschenetikett zu lesen war, stand auch hier geschrieben, dass die Flaschenpost am 18.10.2013 in Pirna abgeschickt wurde. Es gab an diesem Tag Wind sowie ab und zu leichte Schauer.


Mit Kugelschreiber auf dem Blatt notiert: "B. N. Pirna"

Mit Kugelschreiber auf dem Blatt notiert: "18.10.2013"

Die Absenderin dieser Flaschenpost hat für diesen Ausflug um 12:18 Uhr ihren Einkauf im Supermarkt Kaufland Pirna Lohmener Straße 12c getätigt. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wie ich davon schreiben kann, dass es sich um eine Absenderin und um keinen Absender gehandelt haben soll. Ich ließ mich von der Handschrift leiten, so rund und weich geschrieben, so klein fast filigran, das kann wohl nur von einer Frau stammen. Auch die Gestaltung des Flascheninhalts mit Blumenstrauß und die romantisch beschriebenen Blätter von einem Strauch sprechen viel eher für eine Frau.



B.N. schrieb:
Etwa zu diesem Zeitpunkt der Himmel zwar bewölkt aber kein Regen.
Dazu leicht windig.
Mein Mittag 2 x Schnitten mit Leberwurst und eine mit Teewurst.
Dazu ein paar Weintrauben.


der Drucker des Kassenautomaten schrieb:
1 Tragetasche 0,10€
2 Flaschen Sachsengold Pils 0,68€
1 Flasche Goldbrand 1,89€
geschnittenes Brot 0,65€
Hausmacher Leberwurst 1,09€
Teewurst 0,75€
Homa Gold Käse 0,89€
hell Trauben 500g für 1,49€


Diese um 12:18 Uhr eingekauften Dinge wurden lt. Brief als Mittagessen verzehrt. Von der Lage der Marktes ausgehend, die bekannten Zeiten und den Inhalt des Zettels einbindend, schätze ich ein, dass die Flaschenpost direkt in Pirna oder kurz hinter Pirna in die Elbe geworfen wurde.

in Pirna am 18.10.2013 in die Elbe geworfen,
am 06.03.2014 nach 26,6 km am Elbufer mitten in Dresden gefunden,

Warum schicken Menschen eine Flaschenpost auf Reisen, ohne dem Finder die kleinste Chance auf eine Antwort einzuräumen? Das passierte mir auch schon bei der Flaschenpost davor. Am 12. Februar 2014 schrieb ich in meinem Gras-geflüster.blog einen Kommentar über diesen Fund. So bleibt mir nichts weiter übrig, als den Inhalt wieder in die Flasche hinein zu geben und sie abermals auf Reisen zu schicken.
Doch da kommt mir eine Idee. Ich stecke alles in eine wesentlich größere Flasche. Eine größere Flasche treibt viel besser und sie wird wahrscheinlich auch viel eher gefunden. Dann ergänze ich noch den bisherigen Inhalt um einige Informationen. Darunter wird sich auch der Link zu diesem Beitrag und zu meinem blog befinden. So erhält der nächste Finder die Möglichkeit, eine Email zu schreiben oder einen Kommentar zu hinterlassen.

Gute Reise, alte neue Flaschenpost......

mein eigenes Flaschenpost Archiv:
Flaschenpost vom  12.02.2014  (anklicken) Flaschenpost aus Tschechien 
Flaschenpost vom  27.08.2013  (anklicken) Flaschenpost aus dem Kreuzgymnasium Dresden
Flaschenpost vom  26.07.2012  (anklicken) eine eigene Flaschenpost soll auf Reisen gehen
Flaschenpost vom  24.07.2012  (anklicken) Flaschenpost selbst bauen, 
Flaschenpost vom  31.01.2012  (anklicken) Flaschenpost aus Pillnitz, keine Antwort erhalten
Flaschenpost vom  25.01.2012  (anklicken) Flaschenpost aus Pirna auf dem Weg nach Hamburg


Mittwoch, 12. Februar 2014

am Elbufer von Dresden angetrieben


Die leichten Frühlingswinde wehten dieser Tage eine Flaschenpost ans linke Elbufer bei Dresden. Bei unserem Spaziergang entlang des Ufers stach uns im schönsten Sonnenlicht abermals eine Flaschenpost sofort ins Auge. Kann man bei einem Schraubglas dennoch von einer Flaschenpost sprechen? Ich denke schon. Das kleine Schraubglas, das einstmals grünen Oliven ein sicheres Zuhause bot, enthielt ein wasserdurchdrängtes, beschriebenes Blatt weißes Papier. Leider konnte auf der bisherigen Reise Elbwasser ins Innere des Glases eindringen. Erst nach der Trocknung gab das entfaltete Schreiben die folgende Nachricht preis:


 Leider konnte ich trotz Benutzung eines Translatorprogramms weder die Sprache noch den Inhalt richtig deuten. Auf Grund der Grenznähe zu Tschechien vermutete ich zunächst einen tschechischen Verfasser hinter den Worten auf dem Papier. Dann glaubte ich, die polnische Sprache zu erkennen. Doch in beiden Fällen erhielt ich keine Antwort. Vielleicht kann uns allen eine meiner Mitleserinnen oder ein Mitleser bei der Übersetzung helfen. Ich bin mal gespannt, ob das Geheimnis dieser Flaschenpost mit eurer Hilfe gelüftet werden kann.


Im Anschluss bzw. in einigen Tagen übergebe ich die Flaschenpost wieder dem Elbwasser.
Dann befindet sich in der Flaschenpost (die ein dichteres Glas sein wird):

* das Originalschreiben,
* hoffentlich eine Übersetzung ins Deutsche und
* ein Verweis auf diese Seite in meinem blog.

Vielleicht trägt der nächste Finder dann eine Nachricht in diesen blog ein und 
vielleicht schickt der nächste Finder die Flaschenpost, abermals um eine Notiz ergänzt, 
weiter auf die Reise in Richtung des Elbtrichters in Hamburg.
Vielleicht :)


Ergänzung zum Beitrag, geschrieben am 19.02.2014:
Robert vom Oberlausitz-blog konnte mir helfen, hab vielen Dank dafür, lieber Robert. Der Brief ist an den kleinen Jesus adressiert (entspricht unserem Weihnachtsmann).Die Übersetzung der Worte auf dem Zettel beinhaltet:


 "Ich wünsche mir Gesundheit für meine Liebe Lucka F.
In Liebe (oder auch liebevoll), Koni."

Da es keinen Absender gibt, kann ich diesem auch keine Antwort über die gestrandete Flaschenpost geben. Deshalb übergebe ich diese Flaschenpost den Wellen und dem Meer des World Wide Web. Ich verbinde mit dieser virtuellen Übergabe die Hoffnung, dass der Absender auf diesen Beitrag stoßen möge, wenn er die Worte seines Briefes in eine Suchmaschine eingeben wird. (Malý Ježíška, prál bych si zdravi pro svoa lásku F. S laskoy Koni.....)

egbert

Dienstag, 27. August 2013

eine Flaschenpost aus dem Kreuzgymnasium Dresden


Ende Januar 2012 fand ich auf einem Spaziergang mit Ina am rechten Elbufer in Pillnitz das letzte Mal eine Flaschenpost. Wer die Geschichte dazu nachlesen möchte, muss einfach nur HIER anklicken.
Als ich am Montagmorgen über die Elbbrücke in Richtung Bahnhof Dresden-Neustadt fuhr, bemerkte ich, dass die Elbe seit langem wieder einmal wenig Wasser führt. Nachdem auf der tschechischen Seite die verschiedenen Staustufen fertiggestellt worden sind, tritt dieser Umstand immer seltener auf. Aber erst durch dieses Niedrigwasser gibt der Fluss Elbe verschiedene Geheimnisse von sich preis. Deshalb nutzte ich den Sonnenschein des Tages und das zurückgegangene Wasser für einen Spaziergang am Elbufer aus. Bereits nach wenigen Metern Fußweg über die Ufersteine hinweg entdeckte ich eine Flasche. Na gut, eine Flasche ist gelogen, dutzende Flaschen aus Glas und Plastik lagen herum, doch nur in einer sah ich einen Zettel liegen.






Also hob ich die Flasche auf und dabei sah ich sofort, dass der Zettel im Innern beschrieben gewesen ist. Gleichzeitig fielen mir die vier kleinen Steine auf, die als Gewicht mit in die Plastikflasche gelegt wurden waren. Nun wollte ich wissen, was auf dem blauen Zettel geschrieben steht. Deshalb nahm ich auf einem angespülten Baumstamm platz, öffnete den Schraubverschluss der Flaschenpost, schüttelte mir die vier klappernden Steine in die offene Hand und mit Hilfe eines dünnen Astes befreite ich den handgeschriebenen "Brief" aus dem Flaschenbauch.






Der Finder dieser Flasche (Frau/Herr X) wird von M + L gebeten, eine Karte an das Kreuzgymnasium Dresden zu senden. Nachdem meine Neugierde befriedigt war und ich alle Fotos im Kasten hatte, steckte ich den Zettel wieder zurück in die Flasche. Auch die vier Steine füllte ich wieder hinein und anschließend schickte ich die Flaschenpost weiter auf die Reise. Ob sie auf dem Weg nach Hamburg noch mehr Zwischenstationen einlegen wird?



Ich wünsche dieser Flaschenpost eine gute Fahrt und ein möglichst fernes Ziel.


Donnerstag, 26. Juli 2012

Post kommt und eine Flaschenpost geht



Nein, es ist noch keine Antwort auf die Flaschenpost gewesen. Es handelte sich um einen großen Briefumschlag, darin ein Pfund grüne Kirschen von Uwe-Jens aus Berlin. Lieber Uwe-Jens hab vielen Dank für diese tolle Geste.


Ob es nach diesem Beitrag heute noch einmal heißen wird: Fortsetzung folgt, weiß ich wirklich nicht. Deshalb die letzten Aufnahmen, geschossen vor der Abreise. Zunächst der Blick auf die Schwachstelle Nr.: 1, dem Flaschenhals mit dem versiegelten Korken. Das als Siegel eine florentiner Lilie diente, versteht sich fast von selbst.



So wird die Flaschenpost die nächste Zeit dahinschwimmen. Ob sie, wie Birgit es schreibt, überhaupt die kalte und schroffe Welt der Barentsee überleben kann, gehört auch zu den großen Geheimnissen der Reise.



Wir wünschen dir, liebe Flaschenpost, eine gute Reise, unterwegs viele Bekanntschaften, einen glücklichen Hafen und einen witzigen, schreiblustigen Finder an einem der Ufer dieser Welt.
Auch die Gras-gefluester blog-Adresse hinterlegte ich in der Flaschenpost. Ob es wohl je eine Antwort geben wird, ja geben kann. Wir werden es sehen, es lesen oder auch nicht.

Gute Reise.

..... und wer erfahren möchte, wie diese Idee entstanden ist, der kann von unserem eigenen Flaschenpostfund im Januar 2012 noch einmal lesen. (Hier einfach anklicken)


Damit Post zu einem herein kommt, muss man meist zuvor etwas tun. Nun ist alles getan. Die Flasche ist gefüllt, beschriftet, verschlossen und versiegelt. Heute übergibt sie Ina ihrer Kundin und schon morgen geht das gläserne Briefkuvert (die ersten Kilometer bis Kiel per Achse) auf Reisen. In diese ganze Vorbereitungszeit kam dann doch schon Post herein.

Dienstag, 24. Juli 2012

bevor sie auf Reisen geht

so begann es, vor acht Tagen.....

Bevor sie auf ihre Reise gehen kann, sind noch einige Überlegungen anzustellen, sind Vorbereitungen zu treffen, muss alles sorgsam verpackt werden und für den Schutz während der langen Reise sind auch noch andere Vorkehrungen zu treffen.

Doch immer der Reihe nach. Da ich nicht genau sagen kann, wie lange die Reise dauern wird, welche Route letztendlich eingeschlagen wird, welches Wetter und wieviel Stürme zu durchstehen sind, versuche ich mich gedanklich auf möglichst viele Eventualitäten einzustellen. Gehen wir chronologisch vor:

1.0. es wird eine richtige Seereise werden mit dem Beginn auf der Nordsee
2.0. hinter Irland stehen nach einem gewaltigen Kopfsprung 2 Wege offen
2.1. geht es nordwärts über die Norwegische See in die Barents See oder
2.2. führt der Strom weiter in den Nordatlantischen Ozean

Gleich auf welchem Meer die Reise verlaufen wird, das gefährlich gefräßige Salzwasser bleibt ein ständiger und unliebsamer Begleiter. Wenn der Stahl der großen Frachter vom Salzwasser regelrecht zerfressen wird, wäre es vernünftig, einen anderen Werkstoff als schützende Umhüllung auszuwählen. Aluminium wiedersteht dem Salzwasser wesentlich besser als der Stahl, Kunststoff ebenso, doch irgendwie zieht es mich immer wieder hin zum alten Klassiker, dem altbewährten Glas.

Läuten bei euch nun schon alle Schiffsglocken? Habt ihr zwischenzeitlich schon erraten, um welche Seereise es sich handeln wird? Ich will es euch verraten. Es wird eine Flaschenpost von mir auf Reisen gehen. Der Weg auf der Elbe bis in die Nordsee gestaltet sich schon sehr schwierig. Mit 99%'er Sicherheit möchte ich behaupten, dass kaum eine Flaschenpost so die Nordsee erreichen wird, geschweige denn hinaus auf eines der Weltmeere gelangen würde. Aus diesem Grunde wähle ich für mein Vorhaben einen anderen Weg aus. Ein Kundin meiner Frau Ina unternimmt in den nächsten Tagen eine Schiffsreise. Auf diese Reise möchte ich ihr eine fertige Flaschenpost mit auf den Weg geben. Etwa auf Höhe von Irland soll die Flasche von Bord in die Nordsee geworfen werden. Dann entscheidet der Klabautermann und dann entscheiden die Strömungen auf den Weltmeeren, wohin die Reise tatsächlich gehen wird.

Was benötige ich für die Anfertigung einer Flaschenpost? Zunächst bedarf es einer geeigneten Glasflasche. Für mich erscheint eine Glasflasche dann als geeignet:
* wenn sie aus farblosen, durchsichtigem Glas hergestellt ist,
* wenn sie eher von großer Statur und nicht zu klein ist,
* wenn sie über einen langezogenen Flaschenhals verfügt und
* wenn sie dadurch gut verschließbar ist.

Selbstverständlich wartet im Holzregal unseres Schuppens seit längerer Zeit eine solche Flasche auf ihren neuen Lebensabschnitt. Doch wie soll ich die Flasche verschließen. Eins ist wichtig, es darf keinerlei Wasser in die Flasche eindringen, auch wenn die Fahrt über die Weltmeere viele Jahre dauern würde. Deshalb scheidet für mich ein Schraubverschluß komplett aus. Ich werde am Ende der Vorbereitungen einen Naturkorken tief in den Flaschenhals drücken, so tief, dass vom Flaschenrand zum Korken im Innern des Flaschenhalses eine Mulde übrig bleibt. Diese Mulde fülle ich mit flüssigen Siegellack auf und lasse diesen aushärten. Dann tauche ich den gesamten oberen Teil des Flaschenhalses noch einmal in den Siegellack. Das müsste halten, da dürfte keine Salzwasser eindringen können.

Dennoch kann sich Wasser im Inneren der Flasche bilden, Kondenswasser. Scheint die Sonne intensiv auf die an der Oberfläche im kalten Wasser des Meeres schwimmende Flasche, bildet sich das teuflische Kondenswasser. Teuflisch deshalb, weil das gefaltete Papier mit der Nachricht verkleben könnte, sich das Papier vielleicht zersetzt bzw. die Schrift unlesbar wird.
Also wäre eine dünne Kupferplatte als Papierersatz eine Variante. Darauf kratze ich meine Nachricht, meine Telefonnummer, mein Email-Adresse, meine blog-Seite ein. Steinzeit trifft die moderne Welt. Also benötige ich andere Wege, meine Nachricht aufzuschreiben. Ich werde sie auf gar keinen Fall mit einem Drucker ausdrucken. Sie wird handschriftlich erstellt. Entweder stelle ich mir einen Mix aus Tusche und wasserfester Tinte her, oder ich benutze einen Kopierstift aus den 60'er Jahren. Zur Sicherheit überschreibe ich alle Buchstaben mit einem Kugelschreiber. Hoffentlich werde ich rechtzeitig fertig.
Als kleines Schmankerl stecke ich einen kleinen Speicherchip mit Foto von uns und von unserer Stadt Dresden hinein. Mal sehen, was von seiner Speicherfähigkeit übrig geblieben ist, falls jemand die Flaschenpost jemals findet.



Am Ende beschrifte ich mit einem wasserfesten Edding die Flaschenpost von außen. OK, genug geschrieben, jetzt muss ich meinen Einkaufszettel abarbeiten und an die Vorbereitung der Flaschenpost gehen.

Fortsetzung folgt.....

Montag, 16. Juli 2012

mal ein anderes Thema als WETTER

... und dennoch wird es wieder etwas mit Wasser zu tun haben. In diesem Fall braucht es nicht vom Himmel zu fallen.



Unterwegs im Märchenwald .....

...... fand ich nicht nur Pilze. Es stand auch eine einsame, alte Flasche ohne Deckel auf einem moosbewachsenen Holzstamm. Wie lang sie wohl so schon gestanden hat? Das einfallende Licht auf das Moos im Hintergrund erzeugte eine angenehme Stimmung und inspirierte mich zu diesem Bild. Ist der Geist aus der Flasche bereits abgezogen oder vergaß einer der sieben Zwerge seine Wasserflasche bei der Arbeit?

Bei der Bearbeitung des Fotos kam mir eine maritime Idee, ausgelöst von Birgit und ihren Queen Mary Gedanken und Ina's Information, dass eine Kundin von ihr nächste Woche zu einer Kreuzfahrt starten wird.


Fortsetzung folgt

Dienstag, 31. Januar 2012

der letzte Januartag im Jahr 2012 ist ein kalter

Vor einer Woche begann die Geschichte mit der Flaschenpost am Elbufer. Nun endete sie wahrscheinlich so schnell wie sie begann und das im doppelten Sinne. Die am Folgetag abgeschickte bunte Ansichtskarte scheint nicht angekommen zu sein. Woran mag es liegen? Der erste Gedanke der sich mir aufdrängt ist, hat es sich die Postzustellerin zu leicht gemacht? Doch zunächst zurück zum Mittwoch vor einer Woche.
Auf dem kleinen Brief stand neben der Adresse leider nur der Vorname des Mädchens, dass die Flaschenpost in die Elbe warf. Diese Adresse schrieb ich auf die Karte. Wenn nur eine Familie in dem Haus wohnt, hätte sie ankommen können. Doch was ist, wenn in diesem Haus 60 Mietparteien wohnen? Zeit für eine wirklich erfolgversprechende Flaschenpostfamiliennnamerecherche hat die Christel von der Post bestimmt nicht und so endet nun die Geschichte ohne erhofftes Ergebnis. Ein wenig unzufrieden sind wir beide schon. Werden wir doch nie erfahren, ob die Reise weiter ging und ob noch jemand die Flaschenpost aus der Elbe zog. Zu diesem Zwecke stand neben einer Kurzgeschichte über das Zusammentreffen mit der Flaschenpost auch noch die blog-Adresse vom Gras-geflüster.blog auf der Karte.


Da hilft nur eins, weiterhin die Augen offen halten. Die nächste Flaschenpost schwimmt alsbald vorbei, dann wenn es wieder wärmer wird......

Mittwoch, 25. Januar 2012

eine Flaschenpost auf dem Weg nach Hamburg

Dieser Mittwoch ist seit langem wieder einmal ein Tag ohne Regen gewesen, ein Tag mit einigen Versuchen der Januarsonne, uns Menschen mit Glückshormonen zu versorgen. Doch lange reichte ihre Kraft nicht aus, das spürten wir auf unserem Spaziergang durch den Park von Schloß Pillnitz ganz deutlich. Obwohl die Anzeige im Auto hoffnungsvolle 5 Grad Plus verhieß, war die gefühlte Temperatur auf Grund der feuchten Luft und des scharfen Windes wesentlich niedriger. Aber wenigstens fiel kein Regen und kein Schnee vom Himmel, also los zum ausgiebigen Spaziergang zur Stärkung des Herzens. Wenn schon die Sonne bei den Glückshormonen versagt, dann müßte es doch anderes Glück zu finden geben. Auch im Antiquariat war es nicht zu finden, das Glück, z.B. bei der Suche nach einem ganz bestimmten Kochbuch aus dem Jahre 1953. Von dieser erfolglosen Suche auf den Innenhof des Schlosses Pillnitz zurückgekehrt, maschierten wir los ans Ufer der Elbe.

Schon bei der Anfahrt von Dresden beunruhigte uns der hohe Wasserpegel der Elbe und deshalb mochten wir das gesamte Ausmaß persönlich in Augenschein nehmen. Doch was war das? Wenige Meter vor der berühmten Freitreppe zu Fuße des Wasserpalais von Pillnitz lag am Ufer der Elbe schon mehr auf der Wiese als noch im Wasser schwimmend eine durchsichtige Flasche aus hellem Kunststoff. Ich machte mir weniger Gedanken darüber, welches zuckerübersüßte Getränk einmal darin enthalten gewesen sein musste. Mein Interesse erweckte ein auffälliger, weißer Zettel im Innern der Flasche. Weißer Zettel, Flasche drum herum, Stöpsel obenauf, wasserdicht verpackt ---- das kann nur eine Flaschenpost sein. Woher mag sie kommen, vom Ursprung der Elbe? Um das zu klären, bewegte ich mich wie ein Astronaut auf dem Mond mit vorsichtigen Schritten den steilen, matschigen Hang bis zur Elbe hinab. Ob Ina bei dem Anblick lachen musste oder sich Sorgen machte, kann ich nicht sagen. Ich hatte mit mir und mit der Kamera in der Hand zu tun.


Eine Flaschenpost, es ist tatsächlich eine Flaschenpost. Im ihrem Innern verbarg sie einen handgeschriebenen Zettel und den trockenen Stengel einer vom letzten Herbst her stammenden Wiesenblume. Relativ einfach fischte ich das Brieflein aus der Flasche heraus. Da lag es nun vor uns in der Wiese und der Inhalt zauberte uns beiden gleichsam ein Lächeln ins Gesicht.


Ina meinte augenblicklich, jetzt musst du der Pauline auch antworten. Schatzsucher, toll --- das hast du nun davon. Im nächsten Schritt gaben wir die beide Dinge wieder in die Flasche hinein, verschlossen diese ganz fest und mit einem gezielten Wurf flog sie so weit es ging hinaus in Richtung der Fahrrinne der Elbe.


Eine ganze Weile beobachteten wir den Tanz der hellen Flasche mit ihrer wichtigen Botschaft im Bauch auf den kurzen Wellen des januarkalten Elbwassers. Dann nahm sie zu unserer Freude ohne Probleme die erste Hürde auf dem erneut gestarteten Weg nach Hamburg. Es ist die Elbfähre von Pillnitz gewesen.


Mal sehen, ob eine auch hier im blog kommentierende Hamburgerin diese Flaschenpost in ein paar Wochen auffischen kann. Das wäre doch ein Ereignis, von Pirna über Schloß Pillnitz bis nach Hamburg, kaum vorstellbar....

PS: Am Abend kauften wir in der Altmarktgalerie eine Dresdner Ansichtskarte und eine Briefmarke mit dem Motiv des Pillnitzer Schlosses. Nun liegt sie beschrieben auf unserem Tisch und morgen geht sie zu Pauline elbaufwärts bis nach Pirna auf die Reise. Das übernimmt in diesem Falle und ausnahmsweise die Post. Schauen wir mal, wer eher ankommen wird.....