blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

Donnerstag, 26. Juli 2012

Post kommt und eine Flaschenpost geht



Nein, es ist noch keine Antwort auf die Flaschenpost gewesen. Es handelte sich um einen großen Briefumschlag, darin ein Pfund grüne Kirschen von Uwe-Jens aus Berlin. Lieber Uwe-Jens hab vielen Dank für diese tolle Geste.


Ob es nach diesem Beitrag heute noch einmal heißen wird: Fortsetzung folgt, weiß ich wirklich nicht. Deshalb die letzten Aufnahmen, geschossen vor der Abreise. Zunächst der Blick auf die Schwachstelle Nr.: 1, dem Flaschenhals mit dem versiegelten Korken. Das als Siegel eine florentiner Lilie diente, versteht sich fast von selbst.



So wird die Flaschenpost die nächste Zeit dahinschwimmen. Ob sie, wie Birgit es schreibt, überhaupt die kalte und schroffe Welt der Barentsee überleben kann, gehört auch zu den großen Geheimnissen der Reise.



Wir wünschen dir, liebe Flaschenpost, eine gute Reise, unterwegs viele Bekanntschaften, einen glücklichen Hafen und einen witzigen, schreiblustigen Finder an einem der Ufer dieser Welt.
Auch die Gras-gefluester blog-Adresse hinterlegte ich in der Flaschenpost. Ob es wohl je eine Antwort geben wird, ja geben kann. Wir werden es sehen, es lesen oder auch nicht.

Gute Reise.

..... und wer erfahren möchte, wie diese Idee entstanden ist, der kann von unserem eigenen Flaschenpostfund im Januar 2012 noch einmal lesen. (Hier einfach anklicken)


Damit Post zu einem herein kommt, muss man meist zuvor etwas tun. Nun ist alles getan. Die Flasche ist gefüllt, beschriftet, verschlossen und versiegelt. Heute übergibt sie Ina ihrer Kundin und schon morgen geht das gläserne Briefkuvert (die ersten Kilometer bis Kiel per Achse) auf Reisen. In diese ganze Vorbereitungszeit kam dann doch schon Post herein.

Dienstag, 24. Juli 2012

bevor sie auf Reisen geht

so begann es, vor acht Tagen.....

Bevor sie auf ihre Reise gehen kann, sind noch einige Überlegungen anzustellen, sind Vorbereitungen zu treffen, muss alles sorgsam verpackt werden und für den Schutz während der langen Reise sind auch noch andere Vorkehrungen zu treffen.

Doch immer der Reihe nach. Da ich nicht genau sagen kann, wie lange die Reise dauern wird, welche Route letztendlich eingeschlagen wird, welches Wetter und wieviel Stürme zu durchstehen sind, versuche ich mich gedanklich auf möglichst viele Eventualitäten einzustellen. Gehen wir chronologisch vor:

1.0. es wird eine richtige Seereise werden mit dem Beginn auf der Nordsee
2.0. hinter Irland stehen nach einem gewaltigen Kopfsprung 2 Wege offen
2.1. geht es nordwärts über die Norwegische See in die Barents See oder
2.2. führt der Strom weiter in den Nordatlantischen Ozean

Gleich auf welchem Meer die Reise verlaufen wird, das gefährlich gefräßige Salzwasser bleibt ein ständiger und unliebsamer Begleiter. Wenn der Stahl der großen Frachter vom Salzwasser regelrecht zerfressen wird, wäre es vernünftig, einen anderen Werkstoff als schützende Umhüllung auszuwählen. Aluminium wiedersteht dem Salzwasser wesentlich besser als der Stahl, Kunststoff ebenso, doch irgendwie zieht es mich immer wieder hin zum alten Klassiker, dem altbewährten Glas.

Läuten bei euch nun schon alle Schiffsglocken? Habt ihr zwischenzeitlich schon erraten, um welche Seereise es sich handeln wird? Ich will es euch verraten. Es wird eine Flaschenpost von mir auf Reisen gehen. Der Weg auf der Elbe bis in die Nordsee gestaltet sich schon sehr schwierig. Mit 99%'er Sicherheit möchte ich behaupten, dass kaum eine Flaschenpost so die Nordsee erreichen wird, geschweige denn hinaus auf eines der Weltmeere gelangen würde. Aus diesem Grunde wähle ich für mein Vorhaben einen anderen Weg aus. Ein Kundin meiner Frau Ina unternimmt in den nächsten Tagen eine Schiffsreise. Auf diese Reise möchte ich ihr eine fertige Flaschenpost mit auf den Weg geben. Etwa auf Höhe von Irland soll die Flasche von Bord in die Nordsee geworfen werden. Dann entscheidet der Klabautermann und dann entscheiden die Strömungen auf den Weltmeeren, wohin die Reise tatsächlich gehen wird.

Was benötige ich für die Anfertigung einer Flaschenpost? Zunächst bedarf es einer geeigneten Glasflasche. Für mich erscheint eine Glasflasche dann als geeignet:
* wenn sie aus farblosen, durchsichtigem Glas hergestellt ist,
* wenn sie eher von großer Statur und nicht zu klein ist,
* wenn sie über einen langezogenen Flaschenhals verfügt und
* wenn sie dadurch gut verschließbar ist.

Selbstverständlich wartet im Holzregal unseres Schuppens seit längerer Zeit eine solche Flasche auf ihren neuen Lebensabschnitt. Doch wie soll ich die Flasche verschließen. Eins ist wichtig, es darf keinerlei Wasser in die Flasche eindringen, auch wenn die Fahrt über die Weltmeere viele Jahre dauern würde. Deshalb scheidet für mich ein Schraubverschluß komplett aus. Ich werde am Ende der Vorbereitungen einen Naturkorken tief in den Flaschenhals drücken, so tief, dass vom Flaschenrand zum Korken im Innern des Flaschenhalses eine Mulde übrig bleibt. Diese Mulde fülle ich mit flüssigen Siegellack auf und lasse diesen aushärten. Dann tauche ich den gesamten oberen Teil des Flaschenhalses noch einmal in den Siegellack. Das müsste halten, da dürfte keine Salzwasser eindringen können.

Dennoch kann sich Wasser im Inneren der Flasche bilden, Kondenswasser. Scheint die Sonne intensiv auf die an der Oberfläche im kalten Wasser des Meeres schwimmende Flasche, bildet sich das teuflische Kondenswasser. Teuflisch deshalb, weil das gefaltete Papier mit der Nachricht verkleben könnte, sich das Papier vielleicht zersetzt bzw. die Schrift unlesbar wird.
Also wäre eine dünne Kupferplatte als Papierersatz eine Variante. Darauf kratze ich meine Nachricht, meine Telefonnummer, mein Email-Adresse, meine blog-Seite ein. Steinzeit trifft die moderne Welt. Also benötige ich andere Wege, meine Nachricht aufzuschreiben. Ich werde sie auf gar keinen Fall mit einem Drucker ausdrucken. Sie wird handschriftlich erstellt. Entweder stelle ich mir einen Mix aus Tusche und wasserfester Tinte her, oder ich benutze einen Kopierstift aus den 60'er Jahren. Zur Sicherheit überschreibe ich alle Buchstaben mit einem Kugelschreiber. Hoffentlich werde ich rechtzeitig fertig.
Als kleines Schmankerl stecke ich einen kleinen Speicherchip mit Foto von uns und von unserer Stadt Dresden hinein. Mal sehen, was von seiner Speicherfähigkeit übrig geblieben ist, falls jemand die Flaschenpost jemals findet.



Am Ende beschrifte ich mit einem wasserfesten Edding die Flaschenpost von außen. OK, genug geschrieben, jetzt muss ich meinen Einkaufszettel abarbeiten und an die Vorbereitung der Flaschenpost gehen.

Fortsetzung folgt.....

Montag, 23. Juli 2012

Urlaub und Ferien, schöne Kindheitserinnerungen

Mit dem Beginn der Ferien- und Urlaubszeit passiert es hin und wieder, dass man sich selbst daran erinnert, wie es in der eigenen Kinderzeit gewesen ist. 8 lange Wochen Sommerferien - gibt es dabei eine Steigerungsform von einfach nur SCHÖN? Die gibt es nicht, zumindest nicht in meiner Vorstellungswelt.
Da gehörte der Besuch von Oma und Opa einfach mit zum Sommerprogramm. Gemeinsam angeln, lesen, einkaufen und in den Wald ziehen, das war noch was. Daran erinnern mich die beiden Ausruhenden auf der Holzbank. Wo sie wohl heute noch hin wollen?



Der alte Jägerrucksack verrät mit dem angeschnallten Aluminiumbecher den Grund des Waldbesuches. Man geht die blau-süßen Heidelbeeren pflücken.



Vielleicht geschah das an einem Freitag und die Blaubeeren gelangten einen Tag später am Samstag für die Besucher und die Gäste auf die gedeckte Tafel. Ein Blaubeerkuchen gehörte unbedingt dazu. Selbstverständlich mit ganz dicken, goldgelben Streuseln, die im Meer der Heidelbeeren versanken und ganz viel weißen Kristallzucker oben drüber, für die fruchtige Süße des Waldes und am Ende noch einen großen Klecks Schlagsahne obenauf, mhm.
Kindheit, welch schöne Erinnerung .....

Sonntag, 22. Juli 2012

alter Schwede

alter Schwede - Donnerlittchen


alter Schwede - mein lieber Schwan


alter Schwede - Freundchen


alter Schwede - Kamerad



PS:
alter Schwäde = verkommener Saufbruder
(Schwäde kommt nicht aus dem Schwedischen, es kommt aus dem Rotwelschen)
;-)

Samstag, 21. Juli 2012

es auf die Spitze treiben



..... ob es wohl so werden wird? Blauer Himmel, weiße Federwolken, Temperaturen die Stahl zum Schmelzen bringen. Zumindest stehen alle Zeichen auf aufwärts....

Donnerstag, 19. Juli 2012

die Sonne sitzt hinter Gittern

Im Neumis buntes Leben blog sah ich vor einigen Tagen sehr stimmungsvolle Sonnenblumen abgebildet. Meine Gedanken wanderten beim Verweilen darauf weniger zum ollen Vincent und seinem Van Gogh Gemälde von den gelb-goldenen Sonnenblumen. Ich erinnerte mich an einen alten, rostigen Zaun in Dresden Cotta und den Blumen dahinter.



Sonne tanken, ja das kann man hier ohne Probleme und mit viel Freude. Obwohl die Freude auch schnell weicht, macht man sich deutlich, das hinter diesen Gittern der Sommer 2012 gefangen zu sein scheint.
Vielleicht male ich heimlich ein großes Pappschild und hänge es still und heimlich nach Mitternacht an diesen Zaun. Darauf könnte geschrieben stehen:

"FREIHEIT für den Sommer 2012
- Wir sind das SOMMERDURSTIGE Volk."

Bei all den spaßigen Gedanken möchte ich nicht vergessen, das es südliche Regionen gibt, die unter permanenter Hitze leiden. Vorgestern wurde die Akropolis in Athen mittags zum Schutze der Besucher und der Mitarbeiter geschlossen, weil es 48Grad heiß gewesen ist. Egal ob Griechenland, Italien oder Spanien ------ einen Wolkenhimmel wie bei uns am Wochenende, oder einigermaßen große Regenmengen kennt man dort schon eine ganze Weile nicht mehr.
Vielleicht schieben wir die Wolken einfach weiter, ohne dass sich daraus ein Interessenkonflikt ergibt. Wir werden wieder etwas trockner und wärmer, in den geplagten Waldbrandgebieten brächte der Regen Entspannung und Abkühlung. Also, schiebt jemand mit mir mit?

Mittwoch, 18. Juli 2012

U-Boot in Dresden gesichtet

In mir unerklärlicher Weise ;-) verdichtet sich in diesen Wochen alles um ein einziges Thema, das Wasser. Während gerade wieder der eine oder der andere Liter Wasser vom Himmel fällt, bearbeite ich die Fotos vom Wochenende. Am Samstag gelang mir die folgende Aufnahme und schon beim Druck auf den Auslöser kam mir der Gedanke, das kann nur ein U-Boot sein.



Das es sich um keine Nessi-Ente handelt, zeige ich mit dem zweiten Foto. Direkt vor der Dresdner Messe am Schlachthofring tauchte zumindest das Periskop des unbekannten Flugobjektes, quatsch des unbekannten Bootes (ergo U-Boot) auf.



An das Yellow Submarine konnte ich ebenfalls nicht glauben, auch wenn nebenan in den Messehallen sehr oft große Konzerte gegeben werden. Ob der Schlüssel zur Lösung meiner Fragen im nahegelegenen Hafenbecken des Dresdner Hafens zu finden sein wird oder im militärhistorischen Museum vom Dresden, muss ich noch herausfinden.

Schließlich ist der Sommer 2012 noch lang und es wartet bekanntlich das eine oder das andere Loch auf seine Füllung, so in manchem Zahn, so auf den meisten Straßen oder das große Sommerloch ebenso.

Montag, 16. Juli 2012

mal ein anderes Thema als WETTER

... und dennoch wird es wieder etwas mit Wasser zu tun haben. In diesem Fall braucht es nicht vom Himmel zu fallen.



Unterwegs im Märchenwald .....

...... fand ich nicht nur Pilze. Es stand auch eine einsame, alte Flasche ohne Deckel auf einem moosbewachsenen Holzstamm. Wie lang sie wohl so schon gestanden hat? Das einfallende Licht auf das Moos im Hintergrund erzeugte eine angenehme Stimmung und inspirierte mich zu diesem Bild. Ist der Geist aus der Flasche bereits abgezogen oder vergaß einer der sieben Zwerge seine Wasserflasche bei der Arbeit?

Bei der Bearbeitung des Fotos kam mir eine maritime Idee, ausgelöst von Birgit und ihren Queen Mary Gedanken und Ina's Information, dass eine Kundin von ihr nächste Woche zu einer Kreuzfahrt starten wird.


Fortsetzung folgt

Sommerimpressionen

Sommer ist viel, viel mehr als ein Zeibabschnitt der Göße X zwischen zwei Regengüssen. Sommer findet auch 2012 statt, in der Tat. Man muss ihn nur suchen, dann findet man ihn auch und gewinnt dabei mehr oder weniger gewohnte Einblicke:

Schmetterlinge, wie jedes Jahr:
Schon seit ein paar Jahren beobachte ich auf unserem Grundstück eine Schmetterlingsart der in diesen Breiten seltneren Art. So richtig augenscheinlich wurde sie mir durch eine besonders bunte Raupe. (Foto hier) Da ich eine Zuordnung nicht vornehmen konnte, bekam ich über das WWW vom BUND Hilfe. Nun weiß ich mehr um diesen seltenen Gast, der sehr häufig seine Eier an Dillpflanzen legt und Dill findet der Besucher auf unserer Wiese und den Beeten sehr häufig. Leider ist mir kein weiteres Raupenfoto gelungen. Auch den ganzen Schmetterling im Bild einzufangen, gelang mir nicht wieder.
Gestern zur besten, sonntäglichen Kaffeezeit saßen wir im Garten, aßen Schwarzbeergetzen (erzgebirg. Bezeichnung für Blaubeergetzen oder Heidelbeergetzen) als Ina plötzlich rief, schau mal, was ist das für ein schöner Schmetterling. Es ist selbstverständlich unser lieber Gartengast der Schwalbenschanz gewesen. (siehe auch HIER, Foto von Ralf Berbuir, BUND) Er ist wahrscheinlich auf der Suche nach günstigen Eiablageplätzen gewesen und flatterte deshalb ruhelos zwischen Dill und Kosmea herum. Er ist zu schnell für mich und den Verschluß meiner Kamera gewesen. Deshalb gibt es heute von mir nur ein verschwommenes "Erlkönig"-Foto.




Heidelbeeren, wie (fast) jedes Jahr:
Es ist wieder soweit. Der Wald lockt mit seinen Früchten und er ist voll mit noch verlockenderen Heidelbeeren. Die diesjährigen Früchte sind bei uns verhältnismäßig groß, auch wenn ihnen noch die so sehr geliebte Süße fehlt. Doch dafür fehlt ihnen etwas Sonnenlicht. In dieser Zeit zieht es Ina magisch in den Wald hinaus. Kaum angekommen, holt sie sich ihr Fahrrad aus dem Schuppen, läd die unterschiedlichen Pflückutensilien in den Fahrradkorb und verabschiedet sich für ein bis zwei Stunden. Nach fünf Minuten Fahrradfahrt steht sie mitten in ihrem Heidelbeerreich.
Die ersten Beeren springen von ganz alleine in den Mund, die nächsten Beeren gibt es zurückgekehrt aus dem Wald in einem Glasschälchen mit Zucker und etwas Milch. Doch dann beginnt etwas ganz Besonderes. Aus Eiern, Mehl, etwas Salz und Milch rührt Ina einen Eierkuchenteig an. Parallel hierzu erwärmte das Gas die runde Pfanne, in die der Eierkuchenteig gegossen wurde. Wenn er leicht zu stocken beginnt, ist der richtige Zeitpunkt für das Auffüllen der Heidelbeeren erreicht. Man kann den Getzen auch wie ein Omelett wenden, dann leidet lediglich ein wenig die Optik. Bei uns daheim serviert man den Schwarzbeergetzen mit Zucker überstreut. Ein Genuß den ich nur empfehlen kann.




Pilze, wie (fast) jedes Jahr:
Gestern innerhalb von 45 Minuten gefunden, junge Perlpilze, Pfifferlinge und den ersten Steinpilz der neuen Saison.

Samstag, 14. Juli 2012

Sommer 2012, wann kommt er

* * * * * * * DER SOMMER 2012 * * * * * * *.

Wenn sich ein gewisser Jemand 2012:
* (A) so sehr verspätet und
* (B) von der Stimmung her so wechselhaft ist und
* (C) von der vorgegebenen Rolle so abweicht, dann muss man
* (D) über ihn reden.

Damit ich mich selbst noch in Jahresabstand daran erinnern kann, wie der 14. Juli 2012 und der sich dahinter verbergende Sommer aussah, habe ich ihn mir ganz einfach im Bild festgehalten. Sonne, Wind, Wolkenbänder, Regengüsse, feuchte Wärme, Fotolicht.

Kann sich jemand vorstellen, was auf der Vorderseite des Schildes zu lesen stehen könnte? SOMMER 2012 --- DA GEHT's ENTLANG....... ! :-)





Wetterregel aus dem Wetter- bzw. Bauernregeln.net:
14.7.:
Wenn der Juli fängt zu tröpfeln an,
so wird man lange Regen hab'n.


Das Wienermädel & Co. fragte an, was der 100jährige Kalender aussagt. Der 100jährige ist schon am Jahresanfang der Meinung gewesen, dass das Jahr 12 sich vom Vorgängerjahr kaum unterscheiden wird. Zurück zum heutigen Wetterspruch. Das es heute aprilhaft immer wieder tröpfelte (teilweise wie aus Gieskannen schüttete), sagt aus, dass wir noch sehr lange in dieser Wetterachterbahn sitzen werden.

Tipp der Woche: Regenschirm nie vergessen.

;-)

Donnerstag, 12. Juli 2012

Wetterbericht Juli '12

Intensiver Regen hat den Sonnenschein vertrieben, leider.



das macht mich wortlos & sprachlos, Rainer Maria Rilke nicht:



Der Sommerregen

Auf einmal ist aus allem Grün im Park
man weiß nicht was, ein Etwas fortgenommen;
man fühlt ihn näher an die Fenster kommen
und schweigsam sein. Inständig nur und stark

ertönt aus dem Gehölz der Regenpfeifer,
man denkt an einen Hieronymus:
so sehr steigt irgend Einsamkeit und Eifer
aus dieser einen Stimme, die der Guss

erhören wird. Des Saales Wände sind
mit ihren Bildern von uns fortgetreten,
als dürften sie nich hören was wir sagen.

Es spiegeln die verblichenen Tapeten
das ungewisse Licht von Nachmittagen,
in denen man sich fürchtet als Kind.


geschrieben 1906 in Paris

Mittwoch, 11. Juli 2012

Prag's schönste Schlösser

Auf dem Berg Hradschim befindet sich Prags größtes Schloß (Pražský hrad - die Prager Burg). Doch es ist nicht das Ziel meiner Begierde gewesen. Andere Prager Schlösser zogen mich magisch an. Schon einmal fand ich einen Berührungspunkt zu diesem Thema. (HIER ANKLICKEN!) Bei unserem letzten Besuch der Goldenen Stadt vor ein paar Wochen, wollte ich den schönsten Schlössern von Prag etwas auf die "Pelle" rücken.
Am Einfachsten gelangt man über die Karlsbrücke dahin. Kurz vor dem Beginn der kleinen Seite führt an der linken Seite der Brücke, dort wo schon lange die Moldau nicht mehr fließt, eine hochherrschaftliche Brücke hinab.


Diese doppelseitige Treppe dürfte den Freunden internationaler Aktionfilme sehr bekannt vorkommen, denn sie diente schon mehrfach als Filmkulisse. Für Polanskis "Oliver Twist" wurde in Prag gedreht, sowie für die Fortsetzung von "Das Schweigen der Lämmer". Auch James Bond lief auf dem von mir beschriebenen Weg im Film "Casino Royale" hier entlang. Also durchstreifen wir gemeinsam mit ihm die sich in der Gegenrichtung der Treppe anschließende kleine Allee mit noch jungen Bäumen und genau an der Stelle, wo sich linkerhand das hellgrüne getünschte Hotel Jesulatka (übersetzt das Spielzeughaus) befindet, biegt man nach rechts in eine unscheinbare und zugleich typische Prager Altstadtgasse ein.


Dieser Weg führt den Pragbesucher direkt bis ....


....direkt bis zur alten Wassermühle.


Am Ende des Holzstegs rechts vom restaurierten Wasserrad sitzt eine Figur mit überschlagenen Beinen und einer alten Tabakspfeife im Mund. Das ist der heilige Nepomuk. Für seine Treue zum Beichtgeheimnis gegenüber seinem König wurde Johannes Nepomuk eingesperrt, gefoldert und letztendlich von der Karlsbrücke in die Moldau gestoßen, wo er jämmerlich ertrank.
Seit seiner Heiligsprechung gilt Nepomuk als der Patron der Brücken, der Flüsse, der Flößer, der Müller (Wassermühle), der Priester, der Beichtväter und des Beichtgeheimnisses, letztendlich als Schutzpatron vor allen Wassergefahren.

einer der schönsten Plätze in Prag für  die LIEBESSCHLÖSSER

Genau an dieser Stelle treffen sich viele junge und alte Tschechen, Besucher und Touristen aus allen Ländern dieser Erde. Die Verliebten hinterlassen am stählernen Gitter vor dem Wassergraben der Mühle als Zeichen ihrer Verbundenheit zu einem geliebten Menschen und als Zeichen dieser Liebe ein Vorhängeschloss, ein sogenanntes Liebesschloß.


Es finden sich darunter sehr alte Schlösser......


..... sowie noch viel ältere Schlösser,


ein Liebesschloss mit einem kleinen, angehängten Schloß, vielleicht einem Bambinischloß als Ergebnis eines früheren Prag Besuches....


ein herzförmiges Liebesschloß, dass einen gestrickten, roten Überzug erhielt.....


..... und ein ganz überraschter Besucher dieses Ortes malte aus Ermangelung eines eigenen Schlosses ein solches auf die Sandsteineinfassung.


Zwischenzeitlich beginnt man auf der gegenüberliegenden Seite, die von der Karlsbrücke aus sofort gesehen und deshalb viel einfacher erreicht werden kann, auch solche Schlösser aufzuhängen. Trotz der vielen, kleinen Stände auf der der Prager Karlsbrücke verkauft noch kein einziger Händler solche Liebesschlösser an die Touristen. Mal sehen, wann sich diese Marktlücke einmal schließen wird.

PS: Dresdner Schlösserwelten findet ihr im Rückblick HIER.

Montag, 9. Juli 2012

regenlos, Regen Los, los Regen

In den letzten Tagen ist viel Wasser die Elbe, die Mandau oder die Oder hinab geflossen. Zumeist Regenwasser ist es gewesen, so möchte ich es forsch behaupten. Heute verwöhnt uns wieder die Sonne und ich fotografierte in der Stadt eine Art Umkehrung des bisherigen Geschehens. Während bisher das Wasser vom Himmel fiel, wurde es heute in den Himmel geschossen.






Samstag, 7. Juli 2012

ein Wochenende wie es im Buche steht, das Wetterbuch:

Kaum etwas ist in diesen Tag so verlässlich wie der Wetterbericht. Tagsüber stetig ansteigende Temperaturen, dann sehr starke Regenfälle und anschließend angenehme Nachttemperaturen für einen gesunden Schlaf. Unser Der SamsTag in Bildern:

Wir sind wieder einmal ausgeflogen und wir besuchen Ina's Eltern in der Oberlausitz....



Die (noch) angenehm warmen Temperaturen lockten uns hinaus zum Besuch des Zittauer Wochenmarktes....



Als die Temperaturen weiter anstiegen, suchten wir den Schatten im Garten. Ein Außerirdischer augenscheinlich auch....



Bevor der nächste Regen sich zur Aufgabe nahm, das Obst gleich am Stiel abzuspülen....




Anhang am 9. Juli 2012, so sieht der Außerirdische auf seiner Oberseite aus. Ein Taubenschwänzchen ist es nicht, aber was ist es dann?

Donnerstag, 5. Juli 2012

eine TOTAL verrückte Tankstelle in Dresden

TOTAL verrückt, dachte ich mir, als ich heute an der roten Ampel hinter der Flügelwegbrücke stand. Was ist das denn für eine Tankstelle? Hier tanken grün-weiße Kühe und wie es scheint, auch diese beiden PS.
Super.