blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

Freitag, 15. März 2013

Die Kratz- und die Ätztechnik




Die Kratztechnik


Die einzige Voraussetzung vor Beginn der Arbeiten besteht darin, das weiße Ei in einem Farbbad kräftig einzufärben. Das ist die Grundlage dafür, diese Eier mit der Kratztechnik in der Folge verschönern zu können. Aus diesem einen einzigen Farbton werden anschließend mit unterschiedlichen manuellen oder auch mechanischen Werkzeugen verschiedenste Schattierungen und Nuancen aus der Farbschicht herausgekratzt. Mitunter wird diese Technik auch in Kombination mit anderen Techniken angewandt. Von Vorteil ist, sich die Oberfläche des Ei's mit Bleistiftstrichen einzuteilen und zu markieren. Erst dadurch gelingt es, symmetrisch sauber zu arbeiten. Für die Motivauswahl gibt es keinerlei Eingrenzungen oder Vorgaben. Blumenvarianten sind ebenso vorzufinden, wie Tierdarstellungen, Schriftzüge und Sprüche. Nur das Kratzwerkzeug sollte sehr spitz und scharf sein.
 





Bei der Ätztechnik handelt es sich um eine viel weniger verbreitete Technik. Wir beginnen wieder mit einem einfarbig, kräftig eingefärbten Rohling. Mit einer Metallfeder (z.B. einer Redis- oder Spitzfeder) trägt man verdünnte Salzsäure, Essigsäure, Salpetesäure oder auch Zitronensäure so häufig auf die gefärbte Eierschale auf, bis diese sich wunschgemäß aufhellt. Sich dabei auf der Ei-Oberfläche sammelnde Flüssigkeit muss regelmäßig mit einem feuchten Tuch auf.- oder abgetupft werden. Ähnlich zur Kratztechnik entstehen mit der Feder Blumenranken, Ornamente, Tiere und Sprüche.
Wie ihr an Hand der Fotos deutlich erkennen könnt, schützen die sorbischen Frauen und Männer mit Fingerlingen aus Gummi ihre Fingerspitzen vor der Wirkung der ätzenden Lösungen. Beide Techniken erfordern etwas mehr Zeit und stellen einige Anforderungen durch das filigrane Arbeiten. Eine Mischung mit anderen Techniken kann ich mir hierbei ebenfalls vorstellen.

fotografiert in Bautzen, der Hauptstadt der Ostereier (Ausstellung sorbischer Ostereier)

fotografiert in Bautzen, der Hauptstadt der Ostereier (Ausstellung sorbischer Ostereier)


Kommentare:

Christa J. hat gesagt…

Die Ostereier sehen fantastisch aus, Egbert. :-)
Dazu gehört aber auch eine ganze Portion Geduld.

Morgen werde ich auch einen Teller mit Ostergras ansetzen.
In diesem Jahr werde ich mal wieder das Gras aus Linsen ziehen. Das habe ich lange nicht mehr gemacht.

Vielen Dank noch für deinen Besuch auf meinem Blog. Auf deine Frage habe ich dort einen Antwort für dich hinterlassen.

Liebe Grüße
Christa

Elisabeth hat gesagt…

Wow, so beautiful :)

Irmi hat gesagt…

Lieber Egbert,
schön, dass du uns mit den diversen Praktiken vertraut machst. Wenn man aber so überhaupt kein Geschick hat, kauft man sich lieber ein paar Eier auf den Ostermärkten. Ich liebe diese Eier.
Einen schönen Samstag wünscht dir
Irmi

Gert Jan Hermus hat gesagt…

Wow! This is art. I have never seen work like this before. Thanks for sharing ;-)

Greetings from the Netherlands,
DzjieDzjee

Robert Geiss hat gesagt…

Wirklich beeindruckend !Danke für diesen tollen Ausflug. Und Inspiration.

Montag ist hier Fasching.

Etwas sehr müde. Das Gras-Zitat war übrigens von da Vinci; danke für deinen ganz tollen Kommentar.

Einen guten Sonntag euch.