In vielen Regionen Deutschlands bangen die Menschen in diesen Stunden vor dem Verlust ihres Eigentums durch die wilden Wassermassen oder haben bereits gegen die Kraft des Wassers verloren. Im Foto ist die Weißeritz zu sehen, der Bach, der 2002 zum reißenden Strom wurde und mit einer Flutwelle kilometerbreit in sein altes Flußbett drängend, den Dresdner Hauptbahnhof und die ganzen Gleisanlagen, anliegende Straßen, Häuser, Betriebe und Krankenhäuser überströmte. Als eine Erfahrung aus dem schlimmen Hochwasser, wurden die im Foto sichtbaren Brücken abgerissen, höher wieder neu aufgebaut und das Flußbett erhielt zusätzliche eine Art Rinne für das wenige, tägliche Wasser. An normalen Tagen fließt die Weißeritz brav und kaum zwei Meter breit in dieser neu gezogenen "Rinne" in Richtung Elbe.
Noch ca. 1.000 Meter, dann ergießen sich die Wassermassen in die Elbe.
Es fehlen geschätzte drei Meter bis zum Überlaufen wie 2002...
Kurz bevor ich ins Auto stieg, begegnen mir diese beiden jungen Männer mit ihren Schwimmringen. Sie kamen just von einer "Badetour" aus diesem Wildwasserstrom zurück. Wenn man sich die trockenen Haare betrachtet, kann bei diesen Wildwassereigenschaften gar kein richtiger Kontakt mit dem Bachwasser zustande gekommen sein. Alles andere wäre grob fahrlässig gewesen. Doch die Show konnte ihnen keiner stehlen.
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