blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

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beliebteste Post's der vergangenen 7 Tage

Freitag, 18. Oktober 2013

Was macht man bei herbstlichem Regen und Kälte


Was alles möglich ist, um einer herbstlichen Regen- und Kälteperiode entgegen zu wirken, weiß ich nicht. Hingegen kann ich euch davon erzählen, was Ina & ich unternahmen, um dem Regen und der Kälte zu entfliehen. Wir fuhren am Mittwochnachmittag in den ca. 120 km entfernten Spreewald. 



Das Zimmer suchten wir über das Internet, fragten über das Telefon an und buchten es über das Internet. Dieser Wohnwagen eines in Cottbus lebenden, elsässischen Architekten ist nicht unser Quartier gewesen. Auf der Wiese davor steht eine aus alten Spreewaldhäusern entstandene Anlage, die uns durch die Verwendung natürlicher Baumaterialen sehr, sehr ansprach.


Wem der Himmel ebenfalls einmal zu lange zu grau erscheint, das Wetter auch zu kalt ist oder wem zuviel Regen vom Himmel fällt, der könnte auch so einen Romantiktag einlegen. Am Donnerstag checkten wir gegen 09:00 Uhr im Thermalbad in Burg ein. Die Spreewald-Therme ist für ihr solehaltiges Wasser bekannt, sie überzeugte uns mit ihrer variablen Saunalandschaft und wie bereits angedeutet mit ihrem Romantiktag. Der wird so interessant und so vielseitig gestaltet, dass wir ihn nun schon das dritte Mal genossen. Als wir kurz vor 6 das Haus verließen, nahmen wir uns vor, den Freitag auf dem Fahrrad zu verbringen......


.... doch es regnete abermals so fürchterlich, dass unsere Radtour regelrecht ins Wasser fiel. Doch wie schrieb ich am Beginn des heutigen Beitrages, wem es zu grau oder zu nass ist, dem empfehle ich einen Besuch in der Spreewald-Therme in Burg.
;-)

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Herbstfarben sind einmalig anders


Das Rot der Heidelbeere in unserem Garten ist wunderschön
und wer genau hinschaut, sieht sogar noch die letzten Früchte am Strauch.



Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
(Christian Fr. Hebbel)

Dienstag, 15. Oktober 2013

weiterhin Radiocäsium in Wildpilzen


Nachdem wir gestern zwei schöne Mahlzeiten unter Verwendung von Waldpilzen verzehrten, Risotto mit Waldpilzen und am Abend eine feine Pilzsuppe aus Waldpilzen, las ich heute in unserer Tageszeitung einen informativen Beitrag über die Belastung der Wildpilze. Auch 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl weisen die Pilze in Süddeutschland noch immer eine erhöhte Konzentration an Radiocäsium auf. Deshalb, so werden wir in dem Beitrag aufgefordert, sollen nicht mehr als ein halbes Pfund (250g) pro Woche gegessen werden. Meine geliebten Steinpilze und die Maronen sollen besonders gute Speichermedien darstellen. Am Ende des Beitrages lese ich:
"Eine Radiocäsium-Konzentration über dem Grenzwert gebe es nur noch in einigen Teilen Bayerns und in Baden-Württemberg."

Uff, bin ich froh, dass ich meine Pilze in Sachsen sammeln darf........


Maronen aus heimischem Walde beim Kuscheln....

Sonntag, 13. Oktober 2013

nun sind doch noch welche gekommen, Pilze Mitte Oktober 2013



Auf der Fahrt heute von Dresden hinaus zu unserem "Landsitz" zählten wir 67 Autos in den jeweiligen Einfahrten links und rechts zum Wald, in Waldwegen und den Schneisen. Ein gutes Zeichen zu Pilzzeiten, viele Autos, viele Pilzsammler - ergo ein untrügliches Zeichen für volle Körbe.

er landete nicht in unseren Körben, aber auf den Film musste ich ihn unbedingt bannen...

Deshalb führte uns unser erster Weg hinaus in den Wald. Nach genau einer Stunde verließen wir auf unseren Fahrrädern wieder den Wald. Beide Körbchen sind dabei sehr gut gefüllt gewesen. Leider fanden wir nur einen einzigen Steinpilz, auch einen Perlpilz, zwei Parasolpilze, nur einige Butterpilze nahmen wir mit, dafür viele Pfifferlinge und eine ganze Menge Maronen mehr.

unsere Ausbeute des einstündigen Waldspaziergangs

Zwischenzeitlich sind alle mitgebrachten Freunde aus dem Wald geputzt und geschnitten. Die festen Pilze legten wir zum Trocknen aus und
der wesentlich größere Posten wartet nach dem Blanchieren auf die weitere Zubereitung.

... und so sahen sie in der Pfanne aus.
 
Zum Abendbrot genossen wir beide eine schöne Portion der gedünsteten Mischpilze. Aber was machen wir aus dem viel größeren Teil? Eine schmackhafte Pilzsuppe steht bestimmt auf der Speisekarte, vielleicht auch wieder ein Pilzeintopf und die anderen Inspirationen hole ich mir aus den Kochbüchern. Bis dahin landen sie im Gefrierschrank.

Samstag, 12. Oktober 2013

Steinpilze und Co.



Die gefallenen Blätter breiten überall ihren bunten Herbstteppich aus. Nach dem Regen der vergangenen Tage kam in manchen Ecken und Hochlagen die erste Schneeflocke zu uns vom Himmel herab und dort, wo sie ihre Geschwister mitnahm, brach das erste Winterchaos aus. Bei uns hingegen versucht es die Sonne mit verstohlenen Blicken hinter der Wolkenfront hervor. Morgen soll es schon wesentlich besseres Wetter geben. Dann versuchen wir es....



Dann versuchen wir es mit einem Pilzspaziergang durch den Herbstwald. Hoffentlich begegnen uns währenddessen nicht nur solche fotogenen Steinpilze,
  ;-)
sondern auch welche für die Pfanne.




Freitag, 11. Oktober 2013

wie kommt ein meteorologisches Tief zu seinem Namen?


Das meteorologische Tief  'XENON' erreichte nun auch uns im Osten Mitteldeutschlands.


Aus dem grau verhangenen Himmel fällt unablässig Regen herab, mal langsamer und dann wieder viel schneller. Irgendwann nutzen uns unsere Kapuzen nichts mehr und wir gehen in ein Café, um uns aufzuwärmen. Als wir wieder vor die Tür treten, regnet es noch immer. Zum Glück sind die Temperaturen noch gut zu ertragen. Dabei fällt mir eine Liedzeile von früher ein.....

Regen, Regen stört uns nicht,
tropft er uns auch ins Gesicht.
Ich spüre dich und deine Wärme neben mir.




Donnerstag, 10. Oktober 2013

märchenhaftes Wetter


bei märchenhaften Wetter zu Besuch im Märchenwald
Entdeckt auf einem Spaziergang in einem verwunschenen Waldstück zwischen Dresden und Freital.
Ob hier Hänsel und Gretel wohnten, bevor sie die Hexe in den Backofen schoben?

vorerst die letzten Sonnenstrahlen, bevor ein herbstliches Tief 
für einige Tage Regen und Kälte bringen wird

Mittwoch, 9. Oktober 2013

eine Komposition aus Schokolade & Blume


Ganz Sachsen einzig Sonnenland, so titelte am gestrigen Tag ein Radiosprecher in seiner Sendung. Den gesamten Tag Sonne pur und noch einmal Temperaturen um die 19 Grad. Auf der Straße sah ich Menschen mit Pudelmütze und andere mit ärmellosen T-Shirts. Auch für heute ist noch einmal ein so schöner Tag vorausgesagt worden. Dann kommt der Regen und es wird wesentlich kälter. Um so dankbarer bin ich für solche Momente.


im Foto die Schokoladenblume auf unserem Balkon in Dresden im schönsten Sonnen(gegen)licht von gestern


Dienstag, 8. Oktober 2013

Herbststürme oder wenn der Wind einmal ausbleibt


Mit dem Herbst verbinde ich in meiner Gedankenwelt gemähte Wiesen, Stoppelfelder, heftigen Wind und herbstliche Stürme. So sehen die besten Bedingungen für eine der wunderbarsten Herbstbeschäftigungen aus, die ich seit meiner Kindheit kenne, nämlich einen selbst gebastelten Drachen steigen zu lassen.
Wenn es jedoch an solch einem selbst gebastelten Drachen fehlt, was mache ich dann? Suche ich mir wie Don Quichotte eine Windmühle? Möglich, doch wenn auch ihr der notwendige Wind fehlt, was dann? Dann schiebe ich mit meinen eigenen Händen die Flügel der Windmühle an.



Vielleicht genügt ein leichter Schupps von unten....



oder in die andere Richtung?



Sollte ich sie lieber kräftig anstoßen oder ...



... schwungvoll anschienen?



Mit zwei Fingern finde ich das richtige Maß ....



.... und eventuell braucht es noch einen zweiten Schupps, ....



....wenn sich mir die Flügel am Ende zu schnell drehen, dann stoppe ich sie mit einer abrupten Bewegung.





Unsere Windmühle

Auf hohem Mühlenberge
da thront ein alter Bau,
des Dorfes schlichte Marke,
die Mühle groß und grau.

Die langen Flügel kreisen
in gleicher, steter Ruh
und winken aus der Ferne
schon Heimatgrüße zu.

Als trautes Bild des Friedens
und stiller Emsigkeit,
so steht die alte Mühle
nun schon seit langer Zeit.

O möge sie uns bleiben,
ein Denkmal lieb und wert,
denn sie gehört zum Dorfe
wie Hof und Haus und Herd.

Heinrich Mahler


die Holländer-Gallerie-Windmühle 'Elisabeth' in Selsingen aus dem Jahre 1868



Montag, 7. Oktober 2013

die Herbstzeitlose ist eine Zeitlose


Selbst bei der Herbst-Zeitlose ist der Herbst eingezogen. Während einzelne Pflanzen noch prächtig blühen, liegen andere bereits danieder.

Colchicum autumnale





Sonntag, 6. Oktober 2013

eine Rote Kappe mit weißen Punkten, Dahlien aus Heidenau, Teil V


















FLIEGENPILZE

Fliegenpilze, niemand will se
und doch sind sie schön.
Rote Hütchen, weiße Jübchen,
die ihm reizend sten´n,
Mutti spricht:
"Ei ja .ei ja, giftig sind die Dinger da.
Fliegenpilze, niemand will se, und doch sind sie schön."

Fliegenpilze, niemand will se
und doch sind sie schön.
Rote Hütchen, weiße Jübchen,
reizend anzuseh´n,
Papa warnt:
"Fasst sie nicht an, s´ist ein böses Gift daran.
Fliegenpilze, niemand will se, und doch sind sie schön."




Samstag, 5. Oktober 2013

Küßchenlied für unsere Charlotte


unsere kleine Besucherin kann nun schon sitzen und krabbelt seit letzter Woche auf dem Teppich....



Küßchenlied
(aus: Der Traumzauberbaum).


... und wer das Lied von der Lütten gesungen nun hören möchte, klickt einfach HIER hin.

Freitag, 4. Oktober 2013

vom Hunger der Schmetterlinge, Hummeln und Bienen - Dahlien aus Heidenau, Teil IV


heute keine Worte, auch keine sächsischen, nur Bilder von einem Flügelschlag und von ganz viel herbstlichem Summen und Brummen.....







  


Donnerstag, 3. Oktober 2013

das sächsische Wort des Jahres 2013 - GESUCHT & GEFUNDEN


Festtagsküchle für den 3. Oktober:




Wieder einmal schreiben wir den 3. Oktober. Auf diesen Tag bezogen möchte ich, zurückblickend auf die vergangenen 20 Jahre, nicht über die KOHL'schen blühenden Landschaften sinnieren, sondern ich berichte gerne wieder über den:
 sechs'n Jahrgang der
sächsischen Wörter.

Jedes Jahr werden in Sachsen im Verlaufe des dritten Oktober die sächsischen Wörter des Jahres in einer großen Gala gekürt. Das findet in den drei folgenden Rubriken statt:

1. 'das beliebteste sächsische Wort' des Jahres,
2. 'das schönste sächsische Wort' des Jahres,
3. 'das bedrohteste sächsische Wort' des Jahres.

Es standen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Vorschläge (ca. 4.500) zur Auswahl. Hier stelle ich euch nun die GEWINNER des Jahres 2013 vor:

Das beliebteste sächsische Wort des Jahres 2013 lautet:
* Hitsche - anderer Begriff für Fußbank, altes Auto oder klappriger Kinderwagen


Hitsche.....


Das schönste sächsische Wort des Jahres 2013 lautet:
* verhohnebibln - im Sinne von veralbern, hinters Licht führen


verhohnebibln.....



Das bedrohteste sächsische Wort des Jahres 2013 lautet:
* schnorbslich - steht für köstlich im Zusammenhang mit dem knackenden Geräusch beim Verzehr von rohem Gemüse und schmackhaftem Obst

schnorbslich.....


Gerne gebe ich euch in einer chronologischen Aufstellung einen Überblick über alle bisherigen sächsischen Wörter des Jahres (seit dem Beginn dieser Wahl 2008)  in ihren jeweiligen Rubriken und ihre Bedeutung in Hochdeutsch, falls es zu schwer werden sollte.

Die beliebtesten sächsischen Wörter der Jahre 2013 - 2008:
2013 - Hitsche - Fußbank, aber auch für altes Auto oder für einen klapprigen Kinderwagen
2012 - didschn - Lebensmittel in z.B. Kaffee eintauchen, einweichen
2011 - katschnlaut kauen oder schmatzend kauen
2010 - Hornzsche - unaufgeräumtes Zimmer, alte Rumpelkammer
2009 - fischelant - pfiffig und erfindungsreich
2008 - nu - genau, ja, das meine ich, Lückenfüller, als Satzbeginn oder Satzende

Die schönsten sächsischen Wörter der Jahre 2013 - 2008:
2013 - verhohnebibln - jemanden veralbern, an der Nase herumführen
2012 - plumbn - nicht trinken, in sich hinein schütten
2011 - bomforzionös  großartig oder überwältigend, einmalig
2010 - bäbbeln - Fußball spielen nur so zum Spaß
2009 - färdsch - fertig, abgeschlossen, Ziel erreicht
2008 - muddln - Zeit vertreiben, etwas machen, ohne das dabei etwas herauskommt

Die bedrohtesten sächsischen Wörter der Jahre 2013 - 2008:
2013 - schnorbslich - köstlich im Sinn von knackendem Geräusch beim Verzehr von rohem Gemüse und Obst
2012 - Renfdl - der Brotkanten, der Anfang und das Ende eines Brotes
2011 - Haderlump - was so viel bedeutet wie Landstreicher, Taugenichts
2010 - Dschidschoriengrien - besonders markanter, heller Grünton, tut dem Auge schon weh
2009 - Asch - Aufwaschschüssel oder eine größere, ovale Waschschüssel
2008 - lawede - ausgeleiert, etwas marode, aber noch nicht ganz kaputt

Zum Abschluss noch ein kleiner Foto-Rückblick auf die Wahl im Jahr 2012 HIER:

Mittwoch, 2. Oktober 2013

zweimal der Goldne Reiter, Dahlien aus Heidenau - Teil III


Der Goldene Reiter, das berühmte Reiterstandbild (1736) von August dem Starken am Neustädter Markt, gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Dresden wie ihre Semperoper, die Frauenkirche oder der Dresdner Zwinger. Genau an dieses goldene Reiterstandbild denkt ein jeder zuerst, wenn er den Namen hört, 'Goldener Reiter'.


Doch diesen Lipizzanerhengst mit seinem gewichtigen Herrscher obenauf meine ich heute nicht. Mir geht es heute um den gelbgoldenen Schein einer Dahliensorte, der ebenso das Auge gefangen nimmt, wie das glänzende Gold am noch berühmteren Denkmal. Vielleicht ist dessen Glanz der Grund für die Vergabe des Namens 'Goldner Reiter' an die Dahlie gewesen oder die Nähe des Züchtungsortes Heidenau zu Dresden oder sogar beides. Ich hoffe darauf, dass diese goldgelbe Dahlie auch eure Herzen zum Strahlen bringen kann.


Sorte: Goldner Reiter, 120 cm hoch

Sorte: Goldner Reiter, 120 cm hoch