blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

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Mittwoch, 7. November 2012

Durch die Kraft des Feuers

Die Macht der Flammen vermag es, unzählige Deckenbalken über mehrere
Etagen zu verzehren, dabei Stahl zu verbiegen und am Ende sogar den Blick auf
den Himmel freizugeben. Nicht aus jeder Asche wächst ein Phönix empor.
 Statt dessen entstehen:
LOST PLACES.

 
 
 



Geisterhaft greifen die zentimeterdicken Rundstahlträger nach dem Betrachter. Die frühere Fertigungshalle der alten
Weizen Mühle besaß mehrere Etagen. Davon zeugen die Reste der Holzträger in den unterschiedlichen Ebenen.
 
 
 
 
 
Verregneter Besuch in einer alten Weizenmühle an der Heidenschanze von Dresden.
 

Kommentare:

Zaunwinde hat gesagt…

Die Ruine sieht ja fast wie ein Kunstwerk aus, Egbert.
...ist dies wohl die Weizenmühle von innen?
Herzlichst Zaunwinde

schöngeist for two hat gesagt…

Kunstwerk was zerbrach und geborstet ist, irgendwie hat es was einen Gänsehaut bringt und doch erinnert lässt dass man frei hinaus gehen kann nach oben!
Toll ein gefangen und deine Gedanken!
Lieben Gruss Elke

Smilla hat gesagt…

Richtig geisterhaft!! Unglaublich was so aus einem kleinen Flämmchen für eine Zerstörung ausgehen kann!!
Herzliche Grüsse in euren Tag
bbbbbBrigitte

Uwe-Jens Zeder hat gesagt…

Hallo Egbert,
wirklich beeindruckend. War das Feuer ein Kriegsschaden oder ist sie später abgebrannt?
Liebe Grüße, Uwe-Jens

Wienermädel + Co hat gesagt…

Industrieruinen sind für mich ein beängstigender Anblick, ich könnte sie nicht betreten :-)
Liebe Grüße

Egbert Büschel hat gesagt…

Um es vorweg zu nehmen, die Fotos entstanden bei einem Blick durch ein rahmenloses Fenster. Hinein würde ich mich auch nicht begeben.

Zur Frage von Uwe-Jens: Seit 1990 steht die Mühle leer. Das Hochwasser von 2002 richtete bereits einen großen Schaden an. Doch ein Feuer 2005 gab dem Gebäude den Rest. Durch deine Frage beschäftigte ich mich näher mit der Geschichte des Hauses. Bis 1830 befand sich eine Pulvermühle in der Industrieanlage. Danach wurde darinnen Mehl für die riesengroße Garnision in Dresden gemahlen. In der Zeit des II. WK fertigte man in den Hallen Schmiermittel für die Rüstung an. Wahrscheinlich liegt in der Nutzung als Pulvermühle (sie explodierte einige Male in ihrer Geschichte) der Grund dafür, weshalb so viel Stahl verbaut wurde, der nach dem Brand wie Rippen eines übergroßen Walfisches herab hängt.

Bei einer Auktion 2010 ging die denkmalgeschützte Weizenmühle am Coschützer Weißeritzufer an eine Immobilienfirma. Ob wir eine Nachnutzung erleben werden? Mal sehen......

e.b.

Kathrin und Crew hat gesagt…

bizarr und geisterhaft

...Flammen, Hitze und die Zeit erschufen hier ein Kunstwerk!

Robert Geiss hat gesagt…

Ein unglaublicher Ort muss das sein.

bea hat gesagt…

Ein Skelett aus Stahl und Eisen...