blog Titelgedanken

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... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

Dienstag, 11. September 2012

Volkslied: Hab mei Wage vollgeladen......


Nun kehren Dinge wieder heim, die zu den früheren Werten der Menschen zählten. Damals gehörte es sich, dass man im feinen Sonntagsstaat in die Kirche, zur Hochzeit oder zum Erntedankfest ging.

Heute tragen auf dem Lande i.d.R. Bauern wieder ihre typische Kleidung und drücken damit auch ihren Stolz darauf aus, was sie tun, was sie sind, was sie schaffen.
Vor 20 Jahren erlebten wir das schon einmal. Das war im Weinbauort Riquewihr im schönen Elsass. In den Geschäften, in den Restaurants, auf den Straßen, an den den Verkaufsständen, in der Kirche und zum Tanz trugen jung und alt zur Arbeit und zum Fest die traditionelle Kleidung der Region. Aus dieser Erinnerung schöpfend, fand ich die folgenden Motive zeigenswert, ja fast LANDLUST geeignet. ;-)





Hab mein Wage vollgelade,
voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor reinkamen,
sangen sie durchs Städtchen.
Drum lad’ ich all mein Lebetage
nur junge Mädchen auf mein Wage’.
Hü, Schimmel, hü!

Montag, 10. September 2012

Erntedank in der Lausitz

Noch ist es nicht soweit und trotzdem spürt man es schon, die Natur kommt so langsam zur Ruhe. Viele Felder sind abgeerntet, die Erträge sind eingebracht, ein Teil von ihnen wird bereits verarbeitet und die Menschen freuen sich über diese Ergebnisse.

 
 
Ausdruck dieser Freude sind die vielen Erntedankfeste in den Dörfern reih um. Man könnte am Wochenende nur unterwegs sein und sich von diesem Gefühlen mitnehmen und sich darinnen treiben zu lassen.



Mit Stolz......



zeigt man, was man hat.




Es wird gegessen, getrunken, musiziert, erzählt, gelacht und getanzt. Während die Einen dem vergorenen Saft der Reben bereits erlegen sind, wagen sich die Anderen erst noch heran.



 


Na denn, Prost....

 

Allen Besuchern und Lesern der Seite wünschen wir eine erlebnisreiche und ausgewogene Woche.

Sonntag, 9. September 2012

Tag des offenen Denkmals 2012, Themengruppe Holz

Am Sonntag öffneten wieder Häuser, Höfe, Hallen und manch ausgewählte Hornzie die Türen, denn man ludt erneut zum Tag des offenen Denkmals ein. Das Hauptthema für die diesjährigen Objekte lautete HOLZ.
Während unseres ausgelassenen Frühstücks auf der kurzgeschorenen Sonntagswiese entdeckte Ina beim Zeitungschmöckern einen Beitrag über ein vielversprechendes Ausstellungsobjekt ganz in unserer Nähe. Kurzentschlossen packte ich die Kamera ein und wir zwei fuhren los .......

 


Ich will gar nicht viel schreiben, wir fanden einen jungen Architekten, ein Haus voller Lösungen mit seiner ureigenen Handschrift, die das widerspiegelt, wie wir unser altes Häuschen umgestalten wollen. Doch schaut selbst, in dieser Art soll das Bad entstehen:

 

 






Donnerstag, 6. September 2012

Spätsommerhoch in Sicht

Morgen startet die ganze Arbeitswelt damit, sich auf das Wochenende seelisch und moralisch einzustellen. Ungeliebte Tätigkeiten fallen leichter, denn man weiß, pünktlich mit dem Feierabend am Freitag beginnt das Wochenende. Die Herzen schlagen noch ein Stück höher, denn das Wochenende beschert uns ein neues Spätsommer Hoch. Was fangt ihr mit dieser schönen, restwarmen Zeit an? Bei uns ruft die Natur ganz laut, die nahe und etwas fernere.......

Schüttel uns, schüttel uns, wir sind alle reif...... Manches klingt wie bei Frau Holle,


.... wenn auch märchenhafter als es sich in der realen Welt darstellt. Dieses Jahr glänzt mit einer guten Apfelernte. Nach zwei mageren Jahren wurde es auch mal wieder Zeit. Nur eins, nicht allein wir haben eine gute Apfelernte, auch alle Bekannten und Verwandten pflücken reichlich Obst und von allen bekommt man weitere Äpfel geschenkt. Was macht ihr alles daraus? Wir kochen Apfelstücken ein, wir treiben die gekochten Äpfel durch die Flotte Lotte, bis das alle Gefäße mit Apfelmus gefüllt sind. Für schöne Apfelsahnetorten und schmackhafte Strudel warten die grob geriebenen Äpfelspäne im Gefrierschrank auf ihren Einsatz.


Auch der Pflaumenbaum steht mit dem kräftigen Blau seiner reifen Früchte im Wettbewerb mit seinem eigenen grünen Kleid aus gesunden Blättern.


Nachdem die Spätfröste in den beiden vorangegangenen Frühjahren dafür sorgten, dass keine Ernte möglich wurde, können wir auch 2012 reichlich Pflaumen abnehmen. Schon wieder ergibt sich diese Frage, was machen wir alles daraus? In der Regel entsteht bei uns das schmackhafte Pflaumenmus in einem aufwendigen Kochprozess daraus. Entsteinte und zur Hälfte aufgebrochene Pflaumen wandern auch in den Gefrierschrank, damit später viele Pflaumenkuchen mit dicken Butterstreuseln aus dem Backofen kommen können.
Die österreichischen und slovenischen Obstbauern fertigen aus der Pflaume eine dicke Maische an, die nach dem Gärprozess zu Pflaumenschnapps verarbeitet wird. Das geht in Deutschland nicht und so wandern wenige dieser süßen Früchte vielleicht in einen Rumtopf. Nur der alte Walnussbaum steht ohne Früchte da. Es fielen im Frühjahr des nachts wieder Minusgrade in seine Blüte und so stehen wir im dritten Jahr ohne seine Nüsse da. Dafür schenkte er uns mit seinen großen Blättern den ganzen Sommer kühlenden Schatten und dafür sind wir ihm sehr dankbar.

Ja, wenn sich Leib und Magen freuen, soll die Seele auch nicht zu kurz kommen. Der Garten ist weiterhin voller bunter Blumen und sogar die Rosen bieten die eine oder andere Knospe zum Schnitt an.


Damit schließt sich jetzt der Reigen am gedeckten Kaffeetisch. Neben den dampfenden Tassen findet sich auf der einfachen Holztischplatte duftender Pflaumenkuchen ein und auch einige Rosen mit ihrem zartlieblichen Duft sind dabei. So ist es dann.

Nun darf das Wochenende mit seinem Spätsommer Hoch kommen, oder ..... ?

Dienstag, 4. September 2012

erneuerbare Energien auf der Elbe und falsch verstandene Sparsamkeit

Spätsommer auf der Elbe bei Dresden:

Auf den flachen Wellen der Elbe tanzen verschiedenste Dinge herum und fahren unterschiedlichste Gefährte den Fluß hinauf und herunter. Zuerst fällt mir von all den Vertretern die klassische Flaschenpost ein, dann kleine selbstgebastelte Holzschiffchen, auch Holzbrettchen mit Teelichtern darauf, viele Quietscheentchen, Blumenkränze, Bierfässer, Paddelboote, Ruderboote, Faltboote, Katamarane, Segelboote, Party-Inseln, selbstverständlich alles was der christlichen Flußschifffahrt zu zuordnen ist und dennoch werde ich ab und an überrascht.
In der Ferne (also etwas stromaufwärts von der Augustusbrücke) rückte ein kleines Boot in meinen Blickwinkel, gelbfarben, mit zwei Paddeln und dennoch wirkte es anders als gewohnt.



Aus diesem Grunde warteten wir ein wenig, bis die Elbeströmung eine bessere Inaugenscheinnahme dessen erlaubte, was da auf uns zuschipperte. Auf Höhe der Brückenpfeiler der Augustusbrücke bot sich das folgende Bild, das mich auf Grund des Einmannantriebes bzw. des EinFRAUantriebes und des passiven Verhaltens des nichtpaddelnden Mannes dahinter zum Gedanken der falsch verstandenen erneuerbaren Energie auf der Elbe verleitete.



Na gut, ich gebe zu, dass er nicht ganz und gar passiv gewesen ist. In regelmäßigen Zügen leerte er seine Flasche und sorgte aus seiner Sicht dafür, dass das Schlauchboot immer leichter wurde und die Frau am Paddel es nicht mehr so schwer hatte......



Montag, 3. September 2012

ein Tag wie jeder andere und das Leben geht weiter

Heute ist ein verrückter Tag gewesen und zum Glück ist er gleich vorbei. Der mit Sonnenschein erwachende Tag wurde später von einer schmerzlichen Todesnachricht eines geschäftlichen Freundes zerissen. Die ganze, folgende Zeit liefen wir wie geblendet oder benebelt herum. Notwendige Abwechslung fanden wir in der Stadt keine, zuviel Auflauf und abgesperrtes Ausgesperrtsein (Bundespräsident Gauck mit 200 Diplomaten in Dresdens Frauenkirche), unfreundliches Personal in den Dresdner Restaurants, ein Dresdner Autorentner wollte uns unbedingt überfahren.....



Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.

Freitag, 31. August 2012

Augustkalenderblatt 2012


........ uffffffffffffff, gerade noch geschafft. Am letzten Tag des Monats kommt noch das "abgelaufene", ja das überfällige Kalenderblatt. Dafür zeige ich morgen "schon" den September, oder übermorgen, oder über übermogen, oder auch wieder am Ende des Monates.

;-)




ein, zwei, drei im Sauseschritt.......

Eins, zwei, drei im Sauseschritt
läuft die Zeit, wir laufen mit.



Wilhelm Busch kannte bereits diesen Zeitenwechsel, morgen beginnt schon wieder der September.

Donnerstag, 30. August 2012

eingefangen

MONDSÜCHTIG.......
den letzten (fast) Vollmond des Sommers 2012 fing ich mir gestern abend ganz einfach mit meiner Linse ein.


22:30 Uhr, 24 Grad, gesehen auf der Brühlschen Terasse am Albertinum in Dresden,
Nachtshooting mit unserem Neffen Robert vom Oberlausitz-Nordböhmen blog



... und so sieht die Figurengruppe aus, wenn sie der Mond von hinten beleuchtet.

Dienstag, 28. August 2012

Sommerente ---- ein höfischer Catwalk

Noch haben wir August, noch ist SOMMER und auch aus diesem Grunde möchte ich und werde ich das Thema SOMMER weiter thematisieren. Nach dem SOMMERENDE beitrag von gestern folgt heute die (obligatorische) SOMMERENTE.

In den vergangenen 20 Jahren sind im sächsischen Teil Deutschlands die Wölfe wieder heimisch geworden. In diese Betrachtung schließe ich die im Zoo und in Tiergehegen lebenden Wölfe nicht ein. Heute geht es mir um die frei herumlaufenden, frei in der Natur, frei in unseren Wäldern lebenden Wölfe. Für die Tierbeobachtung bringen Forscher an den Bäumen kleine Kameras an und immer wenn ein Tier diesen Baum passiert, wird ein Foto geschossen.


Eine solche Tieraufnahme ist mir auf unserem Grundstück gelungen. Über einen Wolf in unserem Wäldchen hätte ich mich vielleicht noch freuen können. Doch was da auf dem Chip festgehalten wurde, ließ uns das Blut in den Adern erstarren. Wie man deutlich sehen kann, ist ein viel gefährlicheres Tier zu erkennen.

................... CATWALK



Ob dieses Jungtier auf dem Foto von einem sibirischen Tiger stammt, der beim Abzug der russischen Besatzungstruppen auf dem nur wenige Kilometer entfernten ehemaligen, riesengroßen Truppenübungsplatz der Sowjetarmee ausgesetzt wurde, müssen weitere Überprüfungen ergeben. Ohne einen Zweifel, auf dem heutigen Areal des Naturschutzgebietes Königsbrücker Heide hätten solche Tiere selbstverständlich einen ungestörten Lebensraum.

Klar sind die folgenden Fakten für uns:
1. das Tier stammt nicht aus smilla's Zirkus "Cirque Bidon", viel zu weit weg
2. wir sammeln jetzt keine Pilze und Beeren mehr im Wald,
3. nachts gehen wir alleine nicht mehr gern auf und über unseren Hof
4. wir können nichts gegen diesen CATWALK machen, Tierschutz....

Frißt ein junges Tigertier auch Enten? Auch so eine richtige Sommerente?
Nicht wahr oder gar nicht wahr? Oh je .........;-)

Sonntag, 26. August 2012

Sommerende

Nach dem Wochenendvorschaubeitrag "SOMMERERNTE" vom Freitag setze ich heute mit dem "SOMMERENDE" fort. Denn dieses Ereignis wirft bereits seine ersten Schatten voraus.

Auf unserer kleinen Samstagradtour durch den Wald bildeten entlang der Teiche unübersehbar viele gelbe und braune Blätter einen vorherbstlichen Teppich, der nur von den vielen, kleinen Pfützen aufgelockert wurde.






Spätsommer von Annegret Kronenberg (Auszug)


Gelb liegen Stoppelfelder
in müder Sommerglut,
und fleiss'ge Schwalbenpaare
füttern die letzte Brut.

Trotz wolkenlosem Himmel
weht merklich kühl der Wind.
Man spürt, dass Sommertage
jetzt nur gezählt noch sind.

An Strauch und Baume färbt sich
schon hier und dort ein Blatt.
Die Brombeer'n reifen prächtig,
die Luft riecht schwer und satt.

Der See schlägt sanfte Wellen,
verführt kaum noch zum Bad.
Der Angler an dem Ufer
jetzt seine Ruhe hat.

Freitag, 24. August 2012

Sommerernte

Freitag geht es am Nachmittag wieder hinaus auf's Land. Es regnete in den vergangenen Tagen und in der letzten Nacht ausreichend, die vormals heißen Sahara Temperaturen sind inzwischen sommerlich angenehm.



Die Ernte im Garten, im Wald und auf dem Feld geht weiter.



Aber auch die Jagd wird fortgesetzt, die Jagd nach schönen, sommerlichen Motiven und mit diesem Gedanken wünsche ich allen Besuchern ein einzigartiges, letztes Augustwochenende.

Donnerstag, 23. August 2012

im Gedanken versunken

Beide Fotos zeigte ich vor ein paar Tagen schon einmal in meinem Fahrradblog, doch das Biehlaer Motiv ist so schön schmunzlig und mit sehr viel Augenzwinkern arrangiert. Damit haben es sich die beiden Fotos verdient, auch im Grasgeflüster blog gezeigt zu werden. Außerdem ist Gras irgendwie mit von der Partie. Eine ganze Menge Zeit muss bestimmt noch vergehen, bis der Rest vom Fahrrad vollständig im Gras versunken ist.

schmunzel, schmunzel.....


Mittwoch, 22. August 2012

Sommer, Sonne(n), Hut, alles gut

Auch wenn es heute am Morgen aussah, als wolle sich diese Welt verabschieden, auch wenn es heute am Morgen aussah, als hätte der Himmel alle nur möglichen Schleusen geöffnet, scheint es dennoch ein ansehnlicher Tag zu werden.



Dennoch muss ich mich jetzt entscheiden, trage ich heute einen Sonnen- oder einen Regenhut. August 2012, was sonst.


PS: Wenn ich über Regen schreibe, fällt mir ein Kommentar von Robert ein. Er schrieb mir, dass es bei ihm in Griechenland seit Ostern nicht geregnet hat. Wahnsinn, einfach Wahnsinn, ich kann es mir schier nicht vorstellen.

Montag, 20. August 2012

Ihnen macht die Wärme nichts aus

Gestern saßen wir am Nachmittag im Schatten und genossen den leichten Wind, der kühlend über das Feld wehte. Wir hatten "wärmegeschädigt" keine Lust, etwas zu machen. In der Zeitung blättern, reden, wieder lesen, philosophieren und gucken. Nein, keine Löcher in die Luft gucken, dafür ist sie viel zu schwer gewesen. Bei diesem Nichtstun fiel uns ein Zitronenfalter auf, der über unseren Köpfen schwebte. Ohne Flügelschlagen, wahrscheinlich Thermik nutzend, schwebe er dahin. Nur ab und an schlug er ein, zwei Schläge, um wieder an Höhe zu gewinnen. So konnten wir das kleine Flatterding in aller Ruhe von unten her bestaunen.
Während wir müde und von der Wärme geschafft uns dem kaum etwas Tun hingaben, flatterten die kleine Kerle unentwegt hin und her. Ihnen macht die Wärme nichts aus, so mein kurzes Fazit.

Beim Bearbeiten der Fotos kam mir ob der Vergrößerungen eine Frage in den Sinn, die ich mir nicht beantworten konnte. Was macht ein Schmetterling mit seinem Saugrüssel, wenn er fliegt? Noch nie fiel mir auf, dass da etwas an ihm herunter hängt, wenn man den Vergleich mit einem Elefanten führt. Also wohin verschwindet der Rüssel, wenn er nicht mehr benötigt wird. Zieht er ihn wie eine Teleskopantenne ein, oder was hat die Natur sich dafür ausgedacht?


Die Lösung fand ich bei WIKIPEDIA:Der Rüssel besteht aus dem zum Labium verwachsenen und veränderten Unterkiefer (Maxille). Dieses bildet zwei flexible Halbröhrchen, die über Falznähte verbunden sind. Dadurch wird zwischen den beiden Röhrchen das Saugrohr gebildet. Es wird in Ruhestellung unter dem Kopf eingerollt.



Na da haben wir es, es wird eingerollt.